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Die frühe Republik




Das 5. Jahrhundert:

Die römische Republik wird als Bauernstaat gegründet und legt auch dann noch großem Wert darauf, als das Bauerntum nicht mehr diese Dominanz besitzt. Die ländliche Atmosphäre schlägt sich auch in der Sagenbildung nieder (Helden aus dem bäuerlichen Leben wie Cincinnatus). Die Römer zeichnen sich durch Realismus, gravitas, constantia und Schlauheit aus.


Die ganze Bevölkerung ist in die religio, der Erfüllung des göttlichen Willens, eingebunden. Man hat große Angst davor, ein Ritual vielleicht falsch durchzuführen, lebt aber mit der Gewissheit, dass nichts passieren kann, wenn man alles richtig macht. Das führt zu einem hohen Maß an Geborgenheit und Unerschütterlichkeit.


Die Römer orientieren sich nicht an Schriften sondern an den exempla maiorum und am mos maiorum. Die Gesellschaft ist von einem unzerstörbaren Gemeinschaftsgefühl durchdrungen, es gibt aber keine Gleichschaltung wie in Sparta. Der einzelne Römer versteht sich als Individuum in einer Gemeinschaft.


Verträge wie die mit Karthago grenzen schon im 6. Jahrhundert die Handelsrechte ab und zeigen sowohl Karthagos Vormachtstellung im Handel, ebenso aber auch Roms Dominanz in Latium.

In der Schlacht beim See Regillus gegen Clusium unter König Porsenna sollen Castor und Pollux Rom zu Hilfe gekommen sein. Als Friedensabkommen wird das foedus Cossianum geschlossen, das einen ewigen Frieden zwischen Rom und den übrigen Latinern festlegt - Rom wird aus Latium herausgehoben.


Im 5. Jahrhundert beherrschen Kämpfe mit äquern und Volksern die römische Entwicklung. Die Römer und die Latiner tun sich dabei gegen die feindlichen Bergvölker zusammen. 491 tritt im Zuge der Kämpfe auf Seiten der Römer die erste große Persönlichkeit hervor: Coriolanus. Für solche Männer ist in Rom kein Platz: Er wird verstoßen. Es gibt die Sage, dass er mit den Folskern gegen Rom gekämoft hat und vom Dictator Cincinnatus bekämpft worden sein soll, den man vom Pflug weg in sein Sonderant gewählt haben soll.


Der erste bedeutende Widerstand gegen die römische Expansion im Norden ist Veji, 20 km von Rom entfernte Ackerbausiedlungen mit einem kleinen städtischen Mittelpunkt. Gegen Ende des 5. Jahrhunderts wird die Stadt nach angeblich zehnjähriger Belagerung (cf. Troja) unter M. Furius Camillus erobert und römisch besiedelt. Die Auslöschung des Rivalen hat einen gewaltigen Machtzuwachs zur Folge. Ein Zehntel der Beute wird dem Apoll von Delphi geweiht und symbolisch geopfert.