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Die frühe Republik




Die Außenpolitik Roms nach dem Keltensturm:

Gekennzeichnet ist die Zeit in Italien durch zwei Völker, die besonders aktiv sind oder werden. Die Osker erleben eine Bevölkerungsexplosion, die sie zur Besiedlung Kampaniens und Lukaniens motiviert. Weiters bleibt die Keltengefahr im Norden Italiens hoch und die Samniten erregen Roms besonderes Interesse.


360 gelingt es den Römern, in Richtung Süden vordringende Kelten zu schlagen, 358 erneuern sie ihren Bund mit den Hernikern und Latinern, in dem die Vormachstellung Roms in Mittelitalien anerkannt wird. 354 schließt Rom auch einen Vertrag mit den Samniten als Absicherung gegen einen möglichen Aufstand der Latiner. Die Samniten sind ein föderalistischer Bund dreier Stämme (Pentrer, Caudiner und Hirpiner), die kaum städtische Strukturen kennen, als Hirten leben und wohl auch infolge ihres Bevölkerungsüberschusses eine sehr aggressive Außenpolitik betreiben. In diesem Vertrag jedoch anerkennen sie die Vormachstellung Roms.


Im Jahr 348 schließt Rom auch einen Vertrag mit einem viel größeren Staat: den 2. Römisch-Punischen Vertrag, in dem die Größenverhältnisse auch inhaltlich klar zum Ausdruck kommen. Rom wird die Schifffahrt über Sardinien hinaus verboten und der Handel auf Westsizilien und Karthago beschränkt. Dafür anerkennt Karthago die Vormachstellung Roms in Latium. Dadurch bekommen beide bestätigt, was ihnen wichtig ist: Die Römer werden als zentrale Macht Italiens anerkannt, die Punier als Handelsmacht im Mittelmeer.


Schon wenige Jahre später zeigt sich, wie klug die Römer mit dem Abschluss diverser Verträge gehandelt haben. Antium wird zum Zentrum des Widerstandes gegen die Tiberstadt. 343 ruft das von Oskern bedrängte Capua Rom zu Hilfe, womit die Römer erstemals über ihren eigenen Bereich hinaus aktiv werden. Das empfinden die Samniten als Bedrohung und greifen Rom an. Die Krise, die nicht wirklich als Krieg bezeichnet wird, endet mit einem Erfolg der Römer: Capua bleibt römischer Bundesgenosse und der erste Schritt zu einer überregionalen Macht ist getan.


Kurz nach Beendigung dieser Schwierigkeiten im Jahr 341 greifen auch die Latiner zu den Waffen. Sie streben aber nicht eine Vernichtung Roms an sondern die Gleichberechtigung. In der Schlacht von Sinuesse setzen sich die Römer durch, der Krieg endet jedoch erst 338 mit der Kapitulation der Latiner in Antium. Sie müssen ihre Kriegsschiffe ausliefern und in Rom wird die Rednertribüne mit den Schiffsschnäbeln (rostra) geschmückt.