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Die internationale Lage in späten 4. Jahrhundert




Die Diadochenreiche:

Die Politik Griechenlands ist schon immer eine sehr individualisierte gewesen, doch seit Alexander setzt man noch mehr auf divinisierte oder zumindest bedeutende Einzelpersönlichkeiten. Nicht das Kollektiv soll zum Erfolg führen sondern die Einzelpersönlichkeit, das Genie. In Rom hingegen setzt man über Jahrhunderte auf die breite adelige Führungsschicht, nicht unbedingt geniale aber solide "Durchschnittsmenschen". Erst später durchdringt die von Alexander geschaffene Zivilisation, der Hellenismus, auch den Westen der antiken Welt.


Aus den Kämpfen gehen drei Monarchien hervor: Die Ptolemäer werden der reichste Diadochenstaat. König Ptolemaios regiert von Alexandria aus und betreibt eine nationalistische, auf Griechen und Makedonier gestützte Politik. Er träumt davon, auch Syrien und Palästina, Zypern und Kleinasien zu erobern und dort Stützpunkte zu errichten.


Die Seleukiden machen Antiochia zu ihrer Hauptstadt und beherrschen von dort aus das nördliche Syrien mit seinen vielen, erst von Alexander gegründeten griechischen Städten. Ihr Reich umfasst neben Syrien auch Palästina, Mesopotamien, den Iran, Afghanistan und Kleinasien.


In Makedonien selbst gelangen die Antigoniden an die Macht. Ihr Staat ist der einzige volksmäßig einheitliche und der militärisch stärkste der Nachfolgestaaten des Alexanderreiches.


Griechenland wird zum Zankapfel der Großmächte, die sich nur darin einig sind, dass Griechenland keine politische Größe mehr werden soll. Was man braucht sind die Menschen und ihr Wissen (Fachleute, Künstler, Soldaten). Dennoch versuchen sich einige Städte zu Bünden erneut zusammenzuschließen (Archaischer Bund, ätolischer Bund). Die kreativen Köpfe wandern aus und lassen sich in den Diadochenstaaten nieder, die dort fabriksähnliche Einrichtungen betreiben und eine große Konkurrenz für Griechenland selbst werden, das an dieser Entwicklung zugrunde geht.