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Das Seleukidenreich:

Antiochos III gewinnt währenddessen (199) den Süden Syriens und Palästina, im Jahr darauf Pergamon in Kleinasien und zieht bis an die Dardanellen, ehe er 197 im Süden Kleinasiens zuschlägt und die Kontrolle über fast alle ionischen Griechenstädte erlangt. 196 sichert er sich die Meerengen, um nach Thrakien auszugreifen. Seine Macht wächst unaufhörlich, er hat das Seleukidenreich in seiner vollen Größe wiederhergestellt und ist zum bedeutendsten unter den Diadochen geworden.

Als solcher kann er die Stellung Roms in Griechenland nicht dulden. Rom hat inzwischen sein Befreiungsprogramm für Griechenland auch auf die ionischen Städte Kleinasiens ausgeweitet, ein gegen Antiochos gerichteter Schritt. Der Konflikt mit Rom scheint unvermeidlich, als Smyrna und Lampsakos die Römer gegen Antiochos zu Hilfe rufen, doch nach einer weiteren Machtdemonstration (er nimmt dem Ptolemäerreich alle außerägyptischen Besitzungen ab) lenkt er ein und konzentriert sich darauf, seine thrakischen Eroberungen auszubauen.

In Rom herrscht vorsichtige Skepsis. Eine Gruppe von Senatoren unter der Führung des Scipio Africanus tritt für den Ausbau der Machtstellung in Griechenland und einen Krieg gegen Antiochos ein.

In Karthago ist Hannibal trotz seiner Niederlage tätig. Er reformiert als Suffet die Gerichtshöfe und die Finanzen. Allmählich erholt sich Karthago von den Verlusten des Krieges und ist wieder als Handelsnation tätig. Hannibal selbst erwirbt dabei den Respekt und das Vertrauen der Bevölkerung, was der Adel mit Mißgunst betrachtet. Er intrigiert in Rom gegen Hannibal, der 195 zu Antiochos III flieht. 194 kommt es zu Verhandlungen zwischen Rom und Antiochos, aber er lehnt den römischen Vorschlag ab, der vorsieht, dass er auf seine Eroberungen in Europa verzichten soll und dafür in Kleinasien freie Hand bekommt. Auf seiner Seite hat er in Griechenland die ätoler, die antirömische Propaganda starten.