ΕΛΛΑΣ - ΑΙΓΑΙΑΙ ΝΗΣΟΙ - W17 Forschungsdrang bis zum Tod

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ΕΛΛΑΣ - ΑΙΓΑΙΑΙ ΝΗΣΟΙ - W17 Forschungsdrang bis zum Tod

Beitragvon philistion » Mi 26. Mai 2010, 00:26

Forschungsdrang bis zum Tod (n. Prokop)
In Chalkis, wo ein Meeresarm von nur wenigen Metern Breite die Insel Euböa vom Festland trennt, gibt es ein seltsames Naturphänomen zu beobachten.
Auch Aristoteles, ein sehr weiser Mann, hielt sich in Chalkis auf, einer Stadt der Insel Euböa. Aber er fand sich dort offensichtlich ein, um irgendetwas zu erfoschen: Denn es ist nicht leicht, in ganz Griechenland etwas Wunderbareres zu sehen als dort. Er untersuchte nämlich die dortige Meerenge, welche sie Euripos nennen, weil er sehr klar entdecken wollte, auf welche Art und Weise die Strömungen dieser Meerenge bald aus Westen gebracht werden, bald aus Osten. Und es ist nötig, dass entlang diesen Strömungen dort alle Schiffe segeln:
Immer wenn einst die Strömung,
obwohl die Strömung aus Osten fließt
und die Seemänner schon begonnen haben entlang diesem Weg zu segeln,
unerwartet von Westen her fließt
was oft geschieht,
werden die Schiffe einerseits gezwungen diesen Weg zu verlassen,
im übrigen aber segeln sie aus dem Westen gegen den Osten hin,
obwohl kein Wind heftig weht.
Weil Aristoteles dies lange Zeit untersucht hatte und nicht imstande war herauszufinden, was die Ursache von diesem ist, starb er, nachdem er in große Trauer verfallen war.
Version: 4
Grammatik: -


1) Die vom Druckbild abgehobenen Sätze könnte man (theoretisch) auch weglassen, der Satz wäre trotzdem noch verständlich. Sie beinhalten Zusatzinformation.
[Das ist nur meine Vermutung, bitte schreibt noch eure Meinung zu den zwei Fragen dazu]

2)
* πλέω -> τὸ πλοῖον
* ῥέω -> τὸ ῥεῦμα
?
Zuletzt geändert von philistion am Fr 28. Mai 2010, 19:52, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: ΕΛΛΑΣ - ΑΙΓΑΙΑΙ ΝΗΣΟΙ - W17 Forschungsdrang bis zum Tod

Beitragvon Gerontos » Mi 26. Mai 2010, 11:55

Hallo philistion!

Gleich vorweg: Das genaue Verhalten der Schiffe ist mir aus dem Text auch nicht klar geworden.

Zeile 1: Das „auch“ würde ich umstellen und die grammatische Konstruktion der Ortsangabe ist mir auch nicht ganz klar, vielleicht muss man das „τῇ“ mit „Stadt“ ergänzen. „A.... lebte auch in Chalkis, einer Stadt der Insel Euböa (oder einfach „in Chalkis auf der Insel Euböa“).

Zeile 3: „θαυμασιώτερόν τι“ im Kontext vielleicht besser mit „etwas Erstaunlicheres“ wiedergeben..

Zeile 4: „βουλόμενος“ ganz wörtlich als Partizip von „βούλομαι“ übersetzen und „δηλότατα“ ist hier wohl Adverb (s .§ 16,3).

Zeile 5/6/7: „τοτὲ μέν... τοτὲ δέ“ = „bald...bald“. „ῥεύματα“ ist Plural. „κατὰ“ mit Akk = „gemäß“, „πάντα“ auf „τά πλοία“ (=Plural) beziehen.

Zeile 8: Hier ist Dir jetzt eine für das grammatikalische Verständnis des folgenden Textes (z.B deine Frage: „warum steht ῥέῃ im Konjunktiv?“) schwerwiegende Verwechslung unterlaufen. Schau Dir mal §46,3 an oder lass „ἢν“ von Perseus bestimmen, dann merkst Du es.

Zeile 10: „ὁ ναύτης“ = „der Schiffer“.

Zeile 12: „ὅ“ ist nicht Relativpronomen, sondern Neutrum von „ὅς“.

Zeile 15: D.h. bei Flaute, ist als Übersetzung wohl aber zu frei.

Letzter Absatz: Berücksichtige das Zeitverhältnis der im Aorist stehenden Partizipien (vorzeitig!) zu den finiten Verben.

Grüße von Gerontos
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Re: ΕΛΛΑΣ - ΑΙΓΑΙΑΙ ΝΗΣΟΙ - W17 Forschungsdrang bis zum Tod

Beitragvon philistion » Mi 26. Mai 2010, 13:33

Danke Gerontos!

Zeile 1: Da diese Ortsübersetzung wohl als nähere Beschreibung, "welches Chalkis" (gibt es mehrere?) gemeint sein könnte, gedacht ist, könnten wir auch einfach "Chalkis, auf der Insel Euboä" schreiben, oder?

Danke für das "τοτὲ μέν... τοτὲ δέ", hatte da eine leichte Vermutung dass dies eine Redewendung ist, hatte aber keinen Gemoll da und im Hellasvokabelanhang konnte ich es nicht finden.

Oje.. Danke für den Hinweis, hab da wohl ἤν mit ἦν verwechselt. Muss wohl noch genauer auf die Akzente schauen.

Was du allerdings mit dem á½…Ï‚ meinst, ist mir nicht klar. Kann das denn was anderes sein als ein Relativpronomen? Meine Übersetzung klingt auf jeden Fall noch nicht korrekt. Vielleicht kannst du mir nochmal mit diesem ὃ weiterhelfen.

:book:
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Re: ΕΛΛΑΣ - ΑΙΓΑΙΑΙ ΝΗΣΟΙ - W17 Forschungsdrang bis zum Tod

Beitragvon Gerontos » Mi 26. Mai 2010, 20:12

Hallo philistion!

Mit Deiner Aussage:

Was du allerdings mit dem á½…Ï‚ meinst, ist mir nicht klar. Kann das denn was anderes sein als ein Relativpronomen?


hast Du natürlich völlig recht , es ist selbstverständlich ein Relativpronomen, ich habe Unsinn geschrieben! "ὃ" ist dann das Neutrum (§21,1) , also "das, welches..".
"ὃ πολλάκις γίγνεται" = "welches oft geschieht". Das bezieht sich dann auf die vorgehende Aussage,dass die Strömung unerwartet von Westen her fließt.

Grüße von Gerontos
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Re: ΕΛΛΑΣ - ΑΙΓΑΙΑΙ ΝΗΣΟΙ - W17 Forschungsdrang bis zum Tod

Beitragvon Quintus » Fr 28. Mai 2010, 02:04

Hallo amici,

mein Vorschlag:

Aristoteles, ein überaus weiser Mann, lebte auch in Chalkis, (dem) [auf] der Insel Euböa (Auch Aristoteles, ein sehr weiser Mann, hielt sich in Chalkis auf, einer Stadt der Insel Euböa). Aber offensichtlich fand er sich dort(hin) ein, um irgendetwas zu prüfen (Aber er fand sich dort offensichtlich ein, um irgendetwas zu prüfen (wohl besser: erfoschen; wörtlich: ‚wegen des Prüfens/Forschens / um des Prüfens/Forschens willen): Denn es ist nicht (leicht) in ganz Griechenland etwas Erstaunlicheres zu sehen als dort (Es ist nämlich nicht leicht, in ganz Griechenland etwas Wunderbareres zu sehen als dort). Er prüfte nämlich die dortige Meerenge, die sie Euripos nennen, um, wobei er [es] (sich) wünschte, am klarsten zu finden, auf welche Art (und Weise) auch immer die Strömung dieser Meerenge bald vom Westen gebracht wurde, bald aus dem Osten. Und gemäß dieser Strömungen ist es nötig, dass dort alle Schiffe segeln (Er untersuchte nämlich die dortige Meerenge, welche sie Euripos nennen, weil er sehr klar ausfindig machen/entdecken (euriskw nach Gemoll) wollte, auf welche Art und Weise die Strömungen dieser Meerenge bald aus Westen getragen/gebracht werden (freier vll.: kommen), bald aus Osten. Und es ist nötig, dass gemäß diesen Strömungen/entlang diesen Strömungen alle Schiffe dort segeln/fahren / (freier: Und gemäß diesen Strömungen/entlang diesen Strömungen müssen alle Schiffe dort segeln/fahren (Gemeint ist wohl, dass die jeweilige Strömung für die Fahrtrichtung der Schiffe ausschlaggebend ist, was im Folgenden weiter ausgeführt wird)):
Aber immer wenn einst
als die Strömung aus dem Osten her floss
und (als) die Schiffer nun begannen diesen Weg entlang zu segeln
die Strömung unerwartet vom Western her floss,
welches oft geschieht,
war man einerseits gezwungen, dass die Schiffe diesen Weg verlassen
andererseits segelten die anderen aus dem Westen gegen Osten.
wobei kein Wind sehr [stark] wehte.
(Immer wenn einst die Strömung, obwohl die Strömung (/ sie) aus Osten fließt und die Seemänner schon begonnen haben entlang diesem Weg zu segeln, unerwartet von Westen her fließt, was oft geschieht, werden die Schiffe einerseits (men) gezwungen diesen Weg zu verlassen, im übrigen (ta alla = im Übrigen, vgl. Hellas § 59,2) aber segeln/fahren sie aus dem Westen gegen den Osten hin, obwohl kein Wind sehr/heftig (nach Gemoll) weht.
(Die Strömung zwingt die Schiffe also ihre eigentliche Route zu verlassen und in die entgegengesetzte Richtung zurückzufahren; so sehe ich die Bewegung der Schife)).

Weil Aristoteles diese [Phänomene] lange Zeit geprüft hatte und nicht imstande war (heraus)zufinden, was die Ursache derselben ist, starb er, nachdem er in große Trauer verfallen war. (Weil Aristoteles dies (Plural als Singular übersetzt) lange Zeit untersucht hatte und nicht imstande war die Ursache dafür herauszufinden, was es sei /und nicht imstande war herauszufinden/ausfindig zu machen, was die Ursache von diesem ist, starb er, nachdem er in große Trauer geraten/verfallen war)


Viele Grüße,
Quintus
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Re: ΕΛΛΑΣ - ΑΙΓΑΙΑΙ ΝΗΣΟΙ - W17 Forschungsdrang bis zum Tod

Beitragvon waldi » So 12. Mär 2017, 10:42

Beitrag von philistion Di 25. Mai 2010, 23:26
Forschungsdrang bis zum Tod (n. Prokop)
In Chalkis, wo ein Meeresarm von nur wenigen Metern Breite die Insel Euböa vom Festland trennt, gibt es ein seltsames Naturphänomen zu beobachten.

Auch Aristoteles, ein sehr weiser Mann, hielt sich in Chalkis auf, einer Stadt der Insel Euböa. Aber er fand sich dort offensichtlich ein, um irgendetwas zu erfoschen: Denn es ist nicht leicht, in ganz Griechenland etwas Wunderbareres zu sehen als dort. Er untersuchte nämlich die dortige Meerenge, welche sie Euripos nennen, weil er sehr klar entdecken wollte, auf welche Art und Weise die Strömungen dieser Meerenge bald aus Westen gebracht werden, bald aus Osten. Und es ist nötig, dass entlang diesen Strömungen dort alle Schiffe segeln:
Immer wenn einst die Strömung,
obwohl die Strömung aus Osten fließt
und die Seemänner schon begonnen haben entlang diesem Weg zu segeln,
unerwartet von Westen her fließt
was oft geschieht,
werden die Schiffe einerseits gezwungen diesen Weg zu verlassen,
im übrigen aber segeln sie aus dem Westen gegen den Osten hin,
obwohl kein Wind heftig weht.
Weil Aristoteles dies lange Zeit untersucht hatte und nicht imstande war herauszufinden, was die Ursache von diesem ist, starb er, nachdem er in große Trauer verfallen war.

Version: 4
Grammatik: -


1) Die vom Druckbild abgehobenen Sätze könnte man (theoretisch) auch weglassen, der Satz wäre trotzdem noch verständlich. Sie beinhalten Zusatzinformation.
[Das ist nur meine Vermutung, bitte schreibt noch eure Meinung zu den zwei Fragen dazu]

2)
* πλέω -> τὸ πλοῖον
* ῥέω -> τὸ ῥεῦμα
?

Beitrag von Gerontos Mi 26. Mai 2010, 10:55
Hallo philistion!

Gleich vorweg: Das genaue Verhalten der Schiffe ist mir aus dem Text auch nicht klar geworden.

Zeile 1: Das „auch“ würde ich umstellen und die grammatische Konstruktion der Ortsangabe ist mir auch nicht ganz klar, vielleicht muss man das „τῇ“ mit „Stadt“ ergänzen. „A.... lebte auch in Chalkis, einer Stadt der Insel Euböa (oder einfach „in Chalkis auf der Insel Euböa“).

Zeile 3: „θαυμασιώτερόν τι“ im Kontext vielleicht besser mit „etwas Erstaunlicheres“ wiedergeben..

Zeile 4: „βουλόμενος“ ganz wörtlich als Partizip von „βούλομαι“ übersetzen und „δηλότατα“ ist hier wohl Adverb (s .§ 16,3).

Zeile 5/6/7: „τοτὲ μέν... τοτὲ δέ“ = „bald...bald“. „ῥεύματα“ ist Plural. „κατὰ“ mit Akk = „gemäß“, „πάντα“ auf „τά πλοία“ (=Plural) beziehen.

Zeile 8: Hier ist Dir jetzt eine für das grammatikalische Verständnis des folgenden Textes (z.B deine Frage: „warum steht ῥέῃ im Konjunktiv?“) schwerwiegende Verwechslung unterlaufen. Schau Dir mal §46,3 an oder lass „ἢν“ von Perseus bestimmen, dann merkst Du es.

Zeile 10: „ὁ ναύτης“ = „der Schiffer“.

Zeile 12: „ὅ“ ist nicht Relativpronomen, sondern Neutrum von „ὅς“.

Zeile 15: D.h. bei Flaute, ist als Übersetzung wohl aber zu frei.

Letzter Absatz: Berücksichtige das Zeitverhältnis der im Aorist stehenden Partizipien (vorzeitig!) zu den finiten Verben.

Grüße von Gerontos

Beitrag von philistion Mi 26. Mai 2010, 12:33
Danke Gerontos!

Zeile 1: Da diese Ortsübersetzung wohl als nähere Beschreibung, "welches Chalkis" (gibt es mehrere?) gemeint sein könnte, gedacht ist, könnten wir auch einfach "Chalkis, auf der Insel Euboä" schreiben, oder?

Danke für das "τοτὲ μέν... τοτὲ δέ", hatte da eine leichte Vermutung dass dies eine Redewendung ist, hatte aber keinen Gemoll da und im Hellasvokabelanhang konnte ich es nicht finden.

Oje.. Danke für den Hinweis, hab da wohl ἤν mit ἦν verwechselt. Muss wohl noch genauer auf die Akzente schauen.

Was du allerdings mit dem ὅς meinst, ist mir nicht klar. Kann das denn was anderes sein als ein Relativpronomen? Meine Übersetzung klingt auf jeden Fall noch nicht korrekt. Vielleicht kannst du mir nochmal mit diesem ὃ weiterhelfen.

:book:

Beitrag von Gerontos Mi 26. Mai 2010, 19:12
Hallo philistion!

Mit Deiner Aussage:

Was du allerdings mit dem ὅς meinst, ist mir nicht klar. Kann das denn was anderes sein als ein Relativpronomen?



hast Du natürlich völlig recht , es ist selbstverständlich ein Relativpronomen, ich habe Unsinn geschrieben! "ὃ" ist dann das Neutrum (§21,1) , also "das, welches..".
"ὃ πολλάκις γίγνεται" = "welches oft geschieht". Das bezieht sich dann auf die vorgehende Aussage,dass die Strömung unerwartet von Westen her fließt.

Grüße von Gerontos

Beitrag von Quintus Fr 28. Mai 2010, 01:04
Hallo amici,

mein Vorschlag:

Aristoteles, ein überaus weiser Mann, lebte auch in Chalkis, (dem) [auf] der Insel Euböa (Auch Aristoteles, ein sehr weiser Mann, hielt sich in Chalkis auf, einer Stadt der Insel Euböa). Aber offensichtlich fand er sich dort(hin) ein, um irgendetwas zu prüfen (Aber er fand sich dort offensichtlich ein, um irgendetwas zu prüfen (wohl besser: erfoschen; wörtlich: ‚wegen des Prüfens/Forschens / um des Prüfens/Forschens willen): Denn es ist nicht (leicht) in ganz Griechenland etwas Erstaunlicheres zu sehen als dort (Es ist nämlich nicht leicht, in ganz Griechenland etwas Wunderbareres zu sehen als dort). Er prüfte nämlich die dortige Meerenge, die sie Euripos nennen, um, wobei er [es] (sich) wünschte, am klarsten zu finden, auf welche Art (und Weise) auch immer die Strömung dieser Meerenge bald vom Westen gebracht wurde, bald aus dem Osten. Und gemäß dieser Strömungen ist es nötig, dass dort alle Schiffe segeln (Er untersuchte nämlich die dortige Meerenge, welche sie Euripos nennen, weil er sehr klar ausfindig machen/entdecken (euriskw nach Gemoll) wollte, auf welche Art und Weise die Strömungen dieser Meerenge bald aus Westen getragen/gebracht werden (freier vll.: kommen), bald aus Osten. Und es ist nötig, dass gemäß diesen Strömungen/entlang diesen Strömungen alle Schiffe dort segeln/fahren / (freier: Und gemäß diesen Strömungen/entlang diesen Strömungen müssen alle Schiffe dort segeln/fahren (Gemeint ist wohl, dass die jeweilige Strömung für die Fahrtrichtung der Schiffe ausschlaggebend ist, was im Folgenden weiter ausgeführt wird)):
Aber immer wenn einst
als die Strömung aus dem Osten her floss
und (als) die Schiffer nun begannen diesen Weg entlang zu segeln
die Strömung unerwartet vom Western her floss,
welches oft geschieht,
war man einerseits gezwungen, dass die Schiffe diesen Weg verlassen
andererseits segelten die anderen aus dem Westen gegen Osten.
wobei kein Wind sehr [stark] wehte.
(Immer wenn einst die Strömung, obwohl die Strömung (/ sie) aus Osten fließt und die Seemänner schon begonnen haben entlang diesem Weg zu segeln, unerwartet von Westen her fließt, was oft geschieht, werden die Schiffe einerseits (men) gezwungen diesen Weg zu verlassen, im übrigen (ta alla = im Übrigen, vgl. Hellas § 59,2) aber segeln/fahren sie aus dem Westen gegen den Osten hin, obwohl kein Wind sehr/heftig (nach Gemoll) weht.
(Die Strömung zwingt die Schiffe also ihre eigentliche Route zu verlassen und in die entgegengesetzte Richtung zurückzufahren; so sehe ich die Bewegung der Schife)).
Weil Aristoteles diese [Phänomene] lange Zeit geprüft hatte und nicht imstande war (heraus)zufinden, was die Ursache derselben ist, starb er, nachdem er in große Trauer verfallen war. (Weil Aristoteles dies (Plural als Singular übersetzt) lange Zeit untersucht hatte und nicht imstande war die Ursache dafür herauszufinden, was es sei /und nicht imstande war herauszufinden/ausfindig zu machen, was die Ursache von diesem ist, starb er, nachdem er in große Trauer geraten/verfallen war)


Viele Grüße,
Quintus
Математику уже за то любить следует, что она ум в порядок приводит.
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