de tristitia huius fori

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Re: de tristitia huius fori

Beitragvon Veterinaria » Di 21. Jun 2022, 20:00

marcus03 hat geschrieben:Sie wird weiter steigen


Das ist nicht so sicher, weil nicht nur die Benzinpreise steigen, sondern auch die des Kerosins. Aber daneben hast Du wohl recht. Aber zum allgemeinen (undefinierten) Verzicht, müsste man weltweit auch eine verbindliche Geburtenkontrolle einführen. Und da gibt es gewisse Kontinente, in denen das dringlicher wäre als in anderen. Und auch der Vatikan und Mekka müssten dies sehen und nicht die Verhütung verteufeln.
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Re: de tristitia huius fori

Beitragvon marcus03 » Di 21. Jun 2022, 20:04

Veterinaria hat geschrieben:Aber zum allgemeinen (undefinierten) Verzicht, müsste man weltweit auch eine verbindliche Geburtenkontrolle einführen. Und da gibt es gewisse Kontinente, in denen das dringlicher wäre als in anderen. Und auch der Vatikan und Mekka müssten dies sehen und nicht die Verhütung verteufeln.

100% Zustimmung! Die Zahlen müssen runter, quo prius, eo melius!
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Re: de tristitia huius fori

Beitragvon Sapientius » Do 23. Jun 2022, 18:00

Aber es wird ja immer gesagt, etliche Sterne, die wir als solche sehen, seien schon längst erloschen.


Das wird nicht nur gesagt, das ist das Gesetz der Relativität von Raum und Zeit; für uns schwer zu verkraften, aber es gibt keine Gleichzeitigkeit im Kosmos, keine kosmische Uhrzeit, keinen Raummittelpunkt des Kosmos, keine Windrose, also keine Rendezvous, keine Kommunikatiion, keine Ereignisse.

Die Gleichzeitigkeit von Vorgängen ist ja schon im alltäglichen Leben gestört: Der Donner entsteht gleichzeitg mit dem Blitz, kommt aber bei uns später an.

Das Mystische und Metaphysische tritt schon in unserer empirischen Welt in Erscheinung: das Licht ist das Hauptbeispiel, es fügt sich nicht in unsere Unterscheidung von Masse und Strahlung; der Atomkern ist eine Realität, die mit unseren Mitteln nicht fassbar ist; es gibt nur Modelle davon; usw.

Der jüdische Mystiker Albert Einstein hat einigen die Augen dafür öfnen können, auch der ebenfalls jüdische Mystiker Franz Kafka.
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Re: de tristitia huius fori

Beitragvon marcus03 » Do 23. Jun 2022, 19:02

Sapientius hat geschrieben:Die Gleichzeitigkeit von Vorgängen ist ja schon im alltäglichen Leben gestört:

Die Quantenwelt ist noch verrückter: A kann gleichzeitig B sein.
Doch was heißt schon "gleichzeitig"?
Was ist Zeit?
vgl. Augustinus' Aussagen dazu
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Re: de tristitia huius fori

Beitragvon ille ego qui » Fr 24. Jun 2022, 07:37

Das wird nicht nur gesagt, das ist das Gesetz der Relativität von Raum und Zeit


Dafür reicht das “Wissen”, dass Licht sich nicht mit unendlicher Geschwindigkeit fortbewegt:)
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Re: de tristitia huius fori

Beitragvon Veterinaria » Fr 24. Jun 2022, 09:04

marcus03 hat geschrieben:Wir sind bis fast zum Urknall vorgedrungen, dessen Datierung immer exakter wird, aktuell vor 13,81 Milliarden Jahren, vor 30 bis 40 Jahren standen noch 20 Mrd. im Diskussionsraum (Harald Fritzsch).


Salvete omnes,

kleine "subversive" Fragen: Was war denn vorher? Und vor dem "Vorher"?

Und an ille:
Warum hat sich das Morgenröte-Pferdchen, das vorne vier und hinten drei Zehen hatte und etwa so gross war wie ein heutiger Fuchs, auch wenn man Millionen von Jahren dazu veranschlagt, zum Przewalski und Zebra entwickelt (unsere Reitpferde wurden aus dem Przewalski gezüchtet)? Kleinheit ist in meinen Augen kein Nachteil. Gut, der Przewalski ist schneller, aber sein Aufbau, seine Physiologie sind ziemlich anfällig.

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Re: de tristitia huius fori

Beitragvon marcus03 » Fr 24. Jun 2022, 09:55

Veterinaria hat geschrieben:Was war denn vorher? Und vor dem "Vorher"?

Quantenvakuum!

https://de.wikipedia.org/wiki/Nullpunktsenergie
https://de.wikipedia.org/wiki/Vakuumfluktuation

Das absolute Nichts hat es nie gegeben, was immer das heißen mag. (vgl,. S. Hawking)
Es ist, wie alles, ein menschliches Gedankenkonstrukt.
Nihil esse non potest.
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Re: de tristitia huius fori

Beitragvon Sapientius » Fr 24. Jun 2022, 10:43

Aus dem Philosophie-Unterricht ist bei mir "nur" Descartes hängengeblieben: "Cogito ergo sum"


Immerhin, er ist ja der Gründervater der neuzeitlichen Philosophie, und der l. Spruch besagt gleich das Wesentliche, hier vollzieht sich nämlich die Wende zum Subjektivismus der nztl. Phil., das Sein, esse, kam bisher nur in der 3. Person vor: "Das Sein ist ...", und hier tritt es erstmals in der 1. Person auf: ich bin.
Der Subjektivismus führte zum d. Idealismus, den später Marx bekämpfte; bei Kant werden die aristotelischen Kategorien, die das objektive Sein ordnen sollten, zu subjektiven Werkzeugen des Geistes; Raum und Zeit gibt es also nur im Geist des Menschen.
Bei Kant spricht man von der "intentio obliqua", der umgekehrten Blickrichtung; man schaut nicht direkt auf das Seiende, sondern auf das Instrumentarium unseres Geistes, mit dem wir die Welt erfassen; also seither gibt es die "Erkenntnistheorie" als Sparte der Philosophie.

Auf unseren Zusammenhang bezogen: wenn wir über Zeit reden, müssen wir erst einmal auseinandersortieren, was objektiv und was subjektiv ist.
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