Was ist ein philosoph?

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Was ist ein philosoph?

Beitragvon suetonius » Fr 9. Jan 2004, 16:05

3 fragen zum anregen...

Was ist ein Philosoph?
Was muss man machen um ein Philosophzu sein?
Was nützt uns philosophische Auseinandersetzung?
Zuletzt geändert von suetonius am Fr 9. Jan 2004, 16:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Euripides » Fr 9. Jan 2004, 16:10

1. Akademiker
2. Philosophiestudium
3. Verstehe ich nicht :?
Phantasia ei kai ou pantos to phainomenon.
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Beitragvon suetonius » Fr 9. Jan 2004, 16:22

Lieber Aedil

Wie du vielleicht am Forumtitel erkannt hast ist dies ein philophieforum, und auch diese Fragen waren nicht sachlich sondern durchaus philosophisch gemeint!!! :evil:
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Beitragvon Anachronist » Fr 9. Jan 2004, 16:52

Also ;), natürlich sind Fragen, die auf "was ist" lauten immer schwer zu beantworten, da es letztendlich um Defintionen geht und diese sind niemals wahr oder falsch. Man kan allerdings fragen, ob die verwendete Defintion sinnvoll ist und das Phänomen beschreibt, dass man mit ihr eingrenzen wollte.

Wenn wir einen Philosophen als Akademiker bezeichnen, machen wir einen Biologen zum Philosophen und nehmen jedem Menschen, der sich mit philosophischen Fragen beschäftigt, aber nie irgendwo immatrikuliert war eben diesen Status ab.

Wenn wir sagen, man muss die Philosophie studieren, um ein Philosoph zu sein, machen wir jeden, der dieses tut zum Philosophen...und glaubt mir, ich kenne Studenten des Faches, auf die passt diese Bezeichnung überhaupt nicht.

Mal ernsthaft: Zu 1)Ich denke der Kern dessen was Philosophie ausmacht ist ist die Reflektion, das Fragen. Ich persönlich sehe den Ausgangspunkt der Philosophie in der Frage nach sich selbst. Von diesem Schritt aus, kommt man eigentlich zu jeder philosphischen Fragestellung (und von dort wieder zu ihr zurück). Philosophie bedeutet für mich den Versuch bewusst zu leben und bewusst zu handeln. Das ist jetzt eine recht knappe Beschriebung und eine sehr stark von meinen persönlichen (philosophischen) Interessen geprägte.

zu 2) Meiner Meinung nach ist jeder, der sich eine Frage über sich oder die Welt stellt und dabei bestrebt ist nicht die erstbeste, vielleicht bequemste Antwort zu übernehmen, sondern bereit ist sich darauf einzulassen auch seine Prämissen und vorhergehenden Schlussfolgerungen immer wieder zu überprüfen ein Philosoph. Das kann ein Kind, ein Erwachsener oder ein Greis sein(natürlich auch feminine Greise und Erwachsene). Philosophie ist Denken dann, wenn nicht die Antwort angenommen wird, die passt oder gefällt, sondern die Antwort angenommen wird, die man als richtig erkannt zu haben glaubt.

zu 3) Kurz - und mit Seneca-: Freiheit ;)
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Re: Was ist ein philosoph?

Beitragvon RM » Fr 9. Jan 2004, 16:59

suetonius hat geschrieben:3 fragen zum anregen...

Was ist ein Philosoph?
Was muss man machen um ein Philosophzu sein?
Was nützt uns philosophische Auseinandersetzung?


1. neugierig.
2. Antworten auf die Frage nach dem Wesen der Dinge suchen.
3. Das Wesen der Dinge erfassen lernen.

:) RM
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Beitragvon Anachronist » Fr 9. Jan 2004, 17:03

kurz aber gut ;)

Nachtrag:wobei ich 3 ernsthaft anzweifle ;)
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Beitragvon RM » Fr 9. Jan 2004, 17:08

Wie viele ernsthafte Philosophen kennst Du? :P RM
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Beitragvon Anachronist » Fr 9. Jan 2004, 17:15

Hmmmmm....meine Dozenten zähle ich mal nicht mit... perönlich, d.h nicht nur vom Sehen: 4 :D ...wenn ich mir diese Ehre zu Teil werden lasse. Um das etwas zu erläutern: Sehr viele Studenten der Philosophie haben das Fach gewählt, weil es sich irgendwie nett in der Studienkombo macht oder sie nicht so genau wussten, mit was sie ihre Fächerkombo voll bekommen. Leider ist es bei vielen so, dass sie dann in den Veranstalltungen sitzen und versuchen Faktenwissen zu erwerben, dass ihnen sagt, was denn nun z.B. "das Sein" sei. Damit meine ich, dass sie gehörtes in klausurrelavanter Form aufnehmen und nicht als Ausgangs- und Bezugspunkt eigener Gedanken und Erkenntnisse verwenden. Hinzufügen möchte ich auch noch, dass meine Uni einfach nicht gerade DEN Ruf als Philosophen-Uni hat und sich Leute, die sich - im Gegensatz zu mir :( - vor ihrem Studienbeginn die Arbeit machen eine gute Uni für ihr Fach zu suchen sicherlich nicht nach Mannheim kommen (außer es zwingen sie andere Umstände dazu).

Ana
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Beitragvon Anachronist » Fr 9. Jan 2004, 17:18

Ich erhöhe auf 5 ;) Ich habe jemanden vergessen.
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Beitragvon Philósophos » Fr 9. Jan 2004, 17:30

ad I.

Sophies Freund. :lol:

ad III.

Mit dem Nutzen ist das so eine Sache. Profit erzielst du damit sicher keinen; aber erstens macht es Spaß, nachzudenken :smile: ; und zweitens ist die Philosophie meines Erachtens einfach eine wichtige ethische Vorraussetzung - sie reflektiert unsere Beziehung zu unserer Umwelt und dient als Richtschnur für unser Verhalten, gibt dabei aber Freiheit, im Gegensatz zu Religion (die zweite ethische Grundlage).
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Beitragvon RM » Fr 9. Jan 2004, 17:45

Außer Uni-Professoren kenne ich eigentlich niemanden, der davon leben kann ... in Frankfurt lief Habermas herum, allerdings sehe ich in ihm nicht so recht den Philosophen, eher den Sozialforscher ... In Darmstadt habe ich bei Gernot Böhme vorbeigeschaut, der in meinen Augen schon eher das ist, was man sich unter einem Philosophen vorstellt. Aber gut, sie sind selten geworden, die Philosophen. ;-) RM
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Beitragvon suetonius » Fr 9. Jan 2004, 17:58

Philósophos hat geschrieben:ad I.

Sophies Freund.




Falls dies auf "sophies welt bezogen ist...

ich denke das in diesem buch das "philosoph sein" sehr genial beschrieben ist!
Zudem aist auch ein guter überblck gegeben...

Wer hat es gelesen?
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Beitragvon Anachronist » Fr 9. Jan 2004, 19:57

Ich glaube er meinte die Weisheit ;)
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Beitragvon Philósophos » So 11. Jan 2004, 18:53

Eigentlich meinte ich schon die Weisheit, andererseits heißt Sofie ja so, wie sie heißt, damit das mit Alberto und dem Philosoph-Sein gut zusammenpasst - ganz zu schweigen von Gottes weiblichem Anteil, der auch Sophia heißt.

@ Suetonius:
Eins der besten Bücher, die ich kenne!
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Beitragvon suetonius » Mo 12. Jan 2004, 21:13

...ganz im gegenteil zu m film...
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