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Beitragvon sinemetu » Do 11. Jul 2019, 13:41

Seht Euch mal den Grafen für "Großgrundbesitz" an.
https://books.google.com/ngrams/graph?content=Großgrundbesitz&year_start=1800&year_end=2020&corpus=15&smoothing=3&share=&direct_url=t1%3B%2CGroßgrundbesitz%3B%2Cc0

Es fällt folgendes auf:
1. Das Wort ist auf jeden Fall jünger als das Kapital von Marx. Es kommt erst in den 40-iger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Das Wort war für Ossis eine Signalvokabel. Kommunistische Agitation ist viel älter. Es muß vorher für die Sache noch eine anderes Wort gegeben haben, denn die Sache ist uralt. Ganz eindeutig ist jedoch, seitdem die Treuhand (1990) riesige Acker-Flächen verscherbelt, also richtigen Großgrundbesitz in D erst ermöglicht, ist das Wort kaum noch zu hören. Es wäre eigentlich eine typische SPD-Vokabel. Aber, wie am Zustand der Partei offensichtlich, sind die Bonzen gern gesehene Gäste am Tisch des Großgrundbesitzes, und man nimmt dort das Wort nicht in den Mund.
Quaestor sum, quaerere quaerique possum ...
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