Stalin in den Stahlgewittern des Stahlwerkes

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Stalin in den Stahlgewittern des Stahlwerkes

Beitragvon Odinus Thorus » Mo 2. Mai 2022, 08:12

Irgendjemand sprach es aus: Den Protestantismus gäbe es auch nur noch, weil ein König seinetwegen in den Krieg zog. Dasselbe Königreich spendiert später der Ukraine auch noch einen. Der wurde aber verjagt, konnte sich grade in die Türkei hinüberretten und schied damit aus der Geschichte aus. Als Protestant hatte er keine Schwierigkeiten, sich den Beistand polnischer Truppen zu sichern, weil, wenn es gegen Russland geht, drückt die pol. Regierung, was die Religion betrifft, auch mal gern ein Auge zu.
Infix Ety Kosovo Polje, Polen, Poltava, Bultmann und Balaton sind übrigens alle homoiorhiz, indem nämlich die Bülte auf dem (sumpfigen) Feld wächst. Es sind quasi Feldblüten. Ende Infix Ety
Zog man früher um dynastischer Verstrickungen und Ansprüche wegen in den Krieg, so brachte der Blickwechsel der Aufklärung die Argumente Nation und Freiheit in die Diskussion. "Nationen" müssen "frei" sein, um ihrer "Ehre" willen. Die Macht hat immer das Problem mit den Seelen, diese zu motivieren. Um Leute in Bewegung zu setzen, brauchen diese ein Motiv. Das wird über die Medien geliefert von der Propaganda. Unsere neue "grüne Ideologie" hat ja mit dem Paradigmenwechsel die Kulisse insgesamt gewechselt, es geht um Planet Parenthood - kirchlich - die "Bewahrung der Schöpfung" - aber um die Menschen wirklich zu bewegen, in einen Krieg zu ziehen, reicht das nicht. Man schaltet den Paradigmenwechsel kurz ab und fällt zurück in die seit den Tagen des neapolitanischen Korsen bewährte Freiheitsideologie. Freiheit gegen Slavery. Das zieht immer, vor allem gegen die Russen. Und dies schreiben sich die Sklavenhalter par Excellence auf die Fahnen. Wir erinnern uns: Auch gegen Franco waren die einsickernden Internationalisten die Guten und die die "Heimat" verteidigenden Kräfte "Nationalfaschisten" die Bösen. Diesmal, im Stahlwerk kämpfen die internationalen Franctireurs auf Seiten, der - oh Wunder - ebenfalls guten blau gelben "Nationalfaschisten". Und Links klatscht mit, wobei zu Links auch Rechts gehört. Es war immer eine Bande, diese Puppenspieler des Welttheaters. Es sind die Puppen, die glauben, es gehe um die Heimat, um das und das. Nein, und nochmals nein. Darum geht es nicht. Es geht um's Töten, um Planet Parenthood. Ein intelligenter Beobachter frug jüngst öffentlich: "Wieviele Kriege der USA waren eigentlich erfolgreich?"
https://www.pi-news.net/2022/04/wieviel ... folgreich/
Er, Kewil, hat es nicht ganz verstanden, aber er hat die richtige Frage gestellt. Wenn eine Macht in einer Tour die Kriege verliert, und trotzdem Weltmacht bleibt, dann stimmte nicht irgendetwas mit der Weltmacht nicht, sondern mit unserem Bild von der Macht, konkret, mit der Vorstellung, die Weltmacht führe einen Krieg um diesen zu "gewinnen", stimmt etwas nicht. Diese Vorstellung wird den Menschen von Think Design eingetrichtert. Wenn man die Weltmacht ist, dann führt man keinen Krieg, um diesen zu gewinnen, denn was sollte man gewinnen, wenn man die Macht schon hat. Was aber könnte dann der Grund sein, Menschen aufeinander zu hetzen, und zwar so, dass diese sich an die Gurgel gehen? Der Grund und das Ziel der Macht ist Planet Paarenthood, oder einfacher gesagt: Das Töten von Menschen. Das ist das Ziel! Übrigens: "Überbevölkerung" und "Planet Parenthood" sind auch nur Argumente von Think Design. Es sind Beschwichtigungsargumente, Wegsehgründe. "Wir sind zuviel" - hört man schon mal ab und zu. Was bleibt übrig, wenn man diesen Schleier wegnimmt. Es kommt die darunterliegende Schicht zum Vorschein. Die Schicht der atavistischen Avatare. Das Töten als rituelles Opfer, Blut als Machtmittel. Der Moloch ist nicht tot? Er hat viele Anbeter unter den Puniern, bis heute. In die obersten Ränge steigst du nur auf, wenn du selber tötest. Je grössere Opfer Du veranstalten kannst, desto höher steigst Du auf in den Augen des Moloch. Gier gibt es genug, daran ist kein Mangel. Es geht um das Töten!
Die Geschichte mit den Immergewinnern, also derjenigen, die aus sicherer Entfernung ihre Aktie immer in den gerade lukrativen Pot schieben, der gerade Konjunktur hat, - nun - Geld ist schon ein Motiv - aber kein letztes. Die Geldwelt ist Maja. In Rom herrscht Bürgerkrieg! Auf dem, Kapitol sitzt ein Amerikaner, und im Vatikan auch. In Moskau hat Franziskus ja nichts zu sagen, wohl aber in Washington. Man müsste den Biden anzeigen bei ihm. Wegen Privatinteressen (Hunters Laptop) die Welt an den Rand des Abgrundes bringen, das ist doch nicht katholisch! Aber gibt es überhaupt so ein Anzeigeformular im Vatican? Zumal: Der Katholik sucht immer zuerst bei sich selbst nach den Gründen ..... Finis funis
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Re: Stalin in den Stahlgewittern des Stahlwerkes

Beitragvon Veterinaria » Mo 2. Mai 2022, 16:42

Hallo Odinus Thorus,

wieviel "Kremlin Grand Premium Russian Vodka" hast Du getrunken, bevor Du diesen Thread gepostet hast?
So langfädig und historisch so verwirrlich - das müssen schon ein paar Flaschen gewesen sein!

Vale

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Re: Stalin in den Stahlgewittern des Stahlwerkes

Beitragvon medicus » Mo 2. Mai 2022, 17:10

Des morgens früh um acht,
da will er keinen Tee,
ist grade erst erwacht
und hat noch nichts gedacht.

Der Vodka kommt grad recht,
der ordnet das Denken
und das nicht schlecht,
er ist ein toller Hecht.

Die Fangemeinde ist schon da,
sie harren der Worte,
und auch die Vetrinaria
bisweilen auch die ClaudiaK.

Die Mystica, die mag das nicht,
steht früh schon auf,
sagt's ihm ins Gesicht:
Odin ist ein armer Wicht.
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Re: Stalin in den Stahlgewittern des Stahlwerkes

Beitragvon Willimox » Mo 2. Mai 2022, 17:41

Ach ja, o Dino ThoRuss!

Viele deiner Nachbarn arbeiten und sind abends rechtschaffen kregel bei einem Krügel.
Du aber hockst pausbäckig auf deinem Traktor, Hand statt auf'm Lenkrad auf deinem Handy und statt deine Blähungen niederzukämpfen hackst, ne, speist du sie in die Tastatur und ins Netz ein.

Gib dir nen Ruck! Mit solchen Beiträgen - Qui Bono/Qui malo - gewinnst du keinen Blumentopp für russophile Expektorationen und sammelst Tadel in deiner Kaderakte. Oderrrrr doch nicht?
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Re: Stalin in den Stahlgewittern des Stahlwerkes

Beitragvon Medicus domesticus » Mo 2. Mai 2022, 20:03

Den ersten Satz habe ich gelesen, dann hat’s mir gereicht. Das Unterforum wird von O.T. benutzt für seine kruden Vorstellungen. Meine Kritik ist bekannt.
Übrigens sind wir in einem Lateinforum/Griechischforum. Manchmal denke ich mir, gerade weil Moderatoren anwesend sind: Was ist eigentlich für eine Löschung noch notwendig, gerade dieses Threads?
Das andere kennen wir. Brakbekl und sinemetu, jetzt mit Namen Odinus Thorus ... war schon mal knapp am Ausschluss..
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Re: Stalin in den Stahlgewittern des Stahlwerkes

Beitragvon Tiberis » Mo 2. Mai 2022, 23:16

Es ist ja immer dasselbe: OT alias sinemetu wirft einen Knochen den Hunden hin (bildlich gesprochen), und schon stürzen sich einige darauf. Um eine ernsthafte Diskussion geht es ihm dabei natürlich nicht, und oft wird schon der nächste Knochen in die Menge geworfen, bevor noch der vorige "abgenagt" ist. Solange sich immer wieder jemand findet, der bereit ist, sich auf O.T.s Absurditäten einzulassen , wird sich am fürchterlichen Erscheinungsbild dieses Unterforums nichts ändern, das längst schon zu einer privaten Spielwiese dieses halbgebildeten Schwurblers verkommen ist.
Einzelne "Beiträge" dieses Herrn zu löschen, löst das Problem nicht. Besser wäre es, seine Absonderungen zu ignorieren. Wenn er keine Antworten bekommt, wird es ihm wohl irgendwann zu fad werden , seine Befindlichkeiten hier abzulagern.
Hilft das nicht, ist ein Ausschluss sicher die nächste Option. Ich würde mich nicht dagegen aussprechen.
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Re: Stalin in den Stahlgewittern des Stahlwerkes

Beitragvon Willimox » Di 3. Mai 2022, 13:39

Behämmert

a) Metaphorisch
Holperige Einlassungen, hektische Dramaturgie, behämmerte Dialogversuche
Wer sich drauf einlässt: Mikado mit Glasnudeln, Spatzenfürze.


b) Elegisch
Dümmlichen, sinnlosen Quark verbreitet hier furchtlos Brakbekl.
Hat ihn doch Odin mit Met, Thor mit dem Hammer beglückt.


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Re: Stalin in den Stahlgewittern des Stahlwerkes

Beitragvon Veterinaria » Di 3. Mai 2022, 18:05

Salve lieber Tiberis,

als ich die Überschrift dieses Threads las, kam mir der Titel des Buches von Ernst Jünger, "In Stahlgewittern", in den Sinn. Ich dachte, dass er (O.T.) uns jetzt klipp und klar seine Unterstützung von Putins Angriffskrieg präsentieren würde.
Schnell aber habe ich gesehen, dass es sich wieder um einen im Milieu der Verschwörungstheoretiker und Geschichtsfälscher angesiedelten Beitrag, geschrieben in sehr schlechtem Deutsch, handelt. Allerdings noch kruder als sonst und gegen Schluss zu in immer schlechterem Deutsch, so dass mir die Idee mit dem Konsum grösserer Mengen Alkohol nicht abwegig erschien. Und so habe ich mir einen passenden Vodka gesucht (den gibt es wirklich und er ist sauteuer) und meine Antwort gepostet.

Tiberis hat geschrieben: Besser wäre es, seine Absonderungen zu ignorieren.


Edler Tiberis, Du hast natürlich wie immer recht und ich verspreche Dir hiermit, dies zu tun, hier wie dort.

Noch ein Wort @ medicus:
Im dritten Vers, in der dritten Zeile Deiner Lyrik hast Du meinem Namen ein e (nach t) vorenthalten. Ich könnte jetzt darüber grübeln, welcher alemannischen Sprachgruppe Du angehören könntest, aber ich bin schon zufrieden damit, dass Du mir nicht das letzte a abgeknipst hast.

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Re: Stalin in den Stahlgewittern des Stahlwerkes

Beitragvon Tiberis » Di 3. Mai 2022, 18:33

Veterinaria hat geschrieben: Tiberis, Du hast natürlich wie immer recht


Liebe Veterinaria,

sehr freundlich gesagt, aber du weißt so gut wie ich, dass das nicht zutrifft, genauso wenig wie das "Adelsprädikat" :D
Aber um ein allfälliges Missverständnis auszuschließen: Du gehörst definitiv NICHT zu jenen, an die sich meine oben geäußerte Kritik richtet. :)
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Re: Stalin in den Stahlgewittern des Stahlwerkes

Beitragvon Medicus domesticus » Di 3. Mai 2022, 19:44

Ist es nicht eine Option dieses Unterforum einfach zu sperren? Dann müssten Fragen in anderen Foren gestellt werden. Ob die dann dahin passen, sei dahingestellt.
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Re: Stalin in den Stahlgewittern des Stahlwerkes

Beitragvon Odinus Thorus » Di 3. Mai 2022, 22:37

Veterinaria hat geschrieben:Ich dachte, dass er (O.T.) uns jetzt klipp und klar seine Unterstützung von Putins Angriffskrieg präsentieren würde.


Hallo Veterinaria, Du enttäuscht mich etwas. Sind wir hier auf dem Niveau: "Bist Du für oder gegen xyz?" Du benutzt "Angriffskrieg"! Ist es angesichts eines Toten nicht vollkommen nebensächlich, ja nicht gänzlich nur Ablenkung, die tätige Grausamkeit des Tötens noch unter juristische Kategorien pressen zu wollen. Der Mensch, in dem Moment er stirbt, und ihm aufgeht, wo er sich befindet, glaubst Du wirklich, da hat irgendeiner noch erhebende "Heldengefühle", weil er um der "gerechten Sache" gestorben ist. Im Moment des Überganges verblasst der Schein (Maja). Ist uns Nachkriegskindern, ich weiss ja nicht, welcher Jahrgang Du bist, nicht von Kindheit an der das Hohle/Nichtige des "Heldentums" in Literatur und Kunst vor Augen geführt worden, besonders dasjenige, derer, die nur benutzt werden, und cerebral so arm sind, diese Benutzung nicht einmal zu erkennen. Und diese Reaktionen, angesichts der hollywoodartigen Zelebration des späten Nationalismus - ich komm aus dem Staunen nicht heraus. Du verlangst Parteinahme, was immer Anzeichen totalitärer Zeiten ist, - ich verrate Dir meine Parteinahme: Ich bin immer auf Seiten der Schwächeren, der Entrechteten, der Kleineren und der Unterdrückten, nur: Ich weiss noch nicht, wer diese Seite ist - und solange das so ist, bleibe ich neutral. Es ist überhaupt nicht ausgemacht, wer aus diesem Krieg als Gewinner und Verlierer hervorgeht. Amerika, oder Eurasien. Eines nur ist sicher: Die Humanität im höheren Sinne, der Zustand also, dass die Menge der Menschen insgesamt etwas menschlicher wird, rückt wieder ein Stückchen weiter in die Ferne. Und das ist es, was mich verrückt macht.
https://multipolar-magazin.de/artikel/d ... t-den-euro

@Tiberis
Es handelt sich nicht um "Knochen", Tiberis, obwohl ich Ossi bin. Finisfunis ist eine neue Literaturgattung, die des abgerissenen Fadens. Ist das so schwer zu verstehen? Es ist die Art, wie ich und andere auf die einreissende aus allen unerwarteten Ritzen quellende Kriegspropaganda reagieren, ohne die Sprache der Propaganda zu übernehmen. Es ist aber kein Wunder, auch in der Nazizeit wurden diejenigen, die es wagten, sich öffentlich gegen die offizielle Diktion zu stellen, isoliert, mundtot gemacht, und schliesslich eingeliefert. Um die Leute zu erreichen, ist eine eigene Sprache aber unabdinglich.
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Re: Stalin in den Stahlgewittern des Stahlwerkes

Beitragvon Tiberis » Mi 4. Mai 2022, 00:23

Odinus Thorus hat geschrieben:auch in der Nazizeit wurden diejenigen, die es wagten, sich öffentlich gegen die offizielle Diktion zu stellen, isoliert, mundtot gemacht, und schliesslich eingeliefert. Um die Leute zu erreichen, ist eine eigene Sprache aber unabdinglich.


Vergleiche mit der Nazizeit erfreuen sich heutzutage offensichtlich großer Beliebtheit. :roll: Ich fühle mich davon jedoch nicht angesprochen. Meinungsfreiheit ist für mich ein hohes Gut, und ich würde niemandem das Recht absprechen, hier eine Meinung zu vertreten, die dem Mainstream widerspricht, solange sie ernsthaft vorgetragen wird und einigermaßen nachvollziehbar ist. Meine Kritik an deinen verbalen Hinterlassenschaften bezog sich auch nicht explizit auf deinen letzten Beitrag, sondern allgemein darauf, wie du versuchst, dieses Forum als Spielwiese für deine pseudolinguistischen Absurditäten zu vereinnahmen.
Ich würde dir raten, den Bogen nicht zu überspannen.
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Re: Stalin in den Stahlgewittern des Stahlwerkes

Beitragvon Zythophilus » Mi 4. Mai 2022, 06:43

SALVETE
Ich komme erst jetzt drauf, dass es wieder etwas Neues von O.T. gibt. Wäre er ein Blumenfreund, so würde etwa ein Erguss über die Pflege von Geranien natürlich in einem Lateinforum unpassend wirken, mag der auch inhaltlich stimmen. Wenn der Beitrag nicht auf Latein verfasst ist oder zumindest sonst einen Bereich, der inhaltlich damit zu hat, betrifft, hat er in diesem Umfeld nichts zu suchen; auch nicht unter "Sonstiges". Wer sein botanisches Wissen verbreiten will, soll das in einem entsprechenden Forum tun. Wer Politisches, Verschwörungstheorien etc. von sich geben will, findet sicher ebenso passende Foren. Auch Erörterungen zum Thema "Sprache" passen nur dann in den Kontext, wenn zumindest Vergleiche zu lateinischen Gegebenheiten gezogen werden. So schwer kann es für einen denkenden Menschen nicht sein, die Unterscheidung zu treffen, ob seine Äußerung zum Thema "Latein" im weitesten Sinn passen, selbst wenn es brillante Erörterungen sein sollten.
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Re: Stalin in den Stahlgewittern des Stahlwerkes

Beitragvon Veterinaria » Mi 4. Mai 2022, 07:14

Salvete omnes,

verzeih mir Tiberis, dass ich auf den letzten Beitrag des Odinus noch einmal reagieren muss.

Also Odinus:
Odinus Thorus hat geschrieben:Ist uns Nachkriegskindern, ich weiss ja nicht, welcher Jahrgang Du bist, nicht von Kindheit an der das Hohle/Nichtige des "Heldentums" in Literatur und Kunst vor Augen geführt worden, besonders dasjenige, derer, die nur benutzt werden, und cerebral so arm sind, diese Benutzung nicht einmal zu erkennen.

Das ist ein Satz, an dem man, wenn man es nicht wüsste, erkennen kann, wo Du sozialisiert worden bist. Besonders der letzte Teil, dem ich mich energisch entgegenstelle.
Beim aktuellen Krieg handelt es sich um einen sinnlosen Angriffs-und Vernichtungskrieg, begonnen und getragen von einer Handvoll Altstalinisten. Nach dem 2. WK haben die Westallierten im Westteil Deutschlands ein Entnazifizierungsprogramm durchgeführt, das zwar nicht zu Ende geführt wurde, weil sie erkennen mussten, dass Stalin und sein Sowjetimperialismus Westeuropa bedrohten. Aber verschiedene Nachkriegsgenerationen haben die Entnazifizierung ja dann weitergeführt, z.T. mit mörderischer Rücksichtslosigkeit, siehe R.A.F. Das ging soweit, dass sich Westdeutsche kaum trauten, in ihrem Schrebergarten eine deutsche Fahne zu hissen. Einer meiner Kunden pflegt jeweils zu sagen, "ja Frau Doktor, die Deutschen haben halt Angst vor sich selber". Er hat nicht ganz Unrecht.
Aber nach dem Tod von Stalin gab es im Osten kein Entstalinisierungsprogramm. Chrutschow hat zwar ein paar Gulags aufgelöst, die politischen Gefangenen entlassen und auch posthum von Stalin ermordete Bürger rehabilitiert - ja und dann hatte es sich. Die Kader, die nicht mit ihm einverstanden waren, haben sich geduckt und abgewartet - auch Chrutschow würde ja irgendeinmal sterben.
Odinus Thorus hat geschrieben:Du verlangst Parteinahme
Nein, ich verlange das nicht, aber Du tust es ständig, verklausuliert zwar, aber immer wieder.
Odinus Thorus hat geschrieben:Ich weiss noch nicht, wer diese Seite ist - und solange das so ist, bleibe ich neutral.

Du bist nicht neutral - ich übrigens auch nicht (entscheidend ist, dass meine Regierung neutral bleibt und das tut sie bis jetzt auch: Sie weigert sich, Munition für den Marder zu liefern und sie hat auch keine russischen Diplomaten ausgewiesen)
Odinus Thorus hat geschrieben: Amerika, oder Eurasien
.
Mit dem Wort "Eurasien" in dem Zusammenhang schlägst Du erstens Europa bereits den Russen zu und zweitens, nimmst Du die Haltung des russischen "Think Tanks" ein, der ja da die Vorherrschaft anstrebt.
Als Putin gesagt hat, der Zusammenbruch der Sowjetunion sei die grösste geopolitische Katastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts gewesen, da hatte er recht: Wäre sie nicht zusammengebrochen, wäre die Ukraine, nebst allen anderen Warschaupaktstaaten ein Vasallenstaat der Sowjets und wir im Westen müssten nur alle fünf bis zehn Jahre ein paar Tausend geflüchtete Osteuropäer aufnehmen, weil die Sowjets Versuche dieser Staaten, den Kommunismus erfolgreicher oder menschlicher zu machen, mit Panzern niedergewalzt haben würden. Niemandem im Westen, ausser einem paar Verrückten, wäre es in den Sinn gekommen, die Wehrpflicht auszusetzen und den Verteidigungsetat herunterzusetzen.
Aber wahrscheinlich hätten die Sowjets doch eines Tages Westeuropa angegriffen, rein aus
wirtschaftlichen Gründen: Mit Fünfjahresplänen und dauersubventionierten Lebenshaltungskosten kann man wahrscheinlich wirtschaftlich nicht erfolgreich sein (bin keine Wirtschaftswissenschaftlerin).

Niemand hat die Russen gezwungen, diesen Krieg zu beginnen. Auch ohne vorgeschaltete Vasallenstaaten ist Russland immer noch der grösste Flächenstaat der Erde. Hätte Putin all das Geld, das er in den vergangenen zwanzig Jahren den Oligarchen hat zufliessen lassen und jetzt in Form von Raketen und Marschflugkörpern verpulvert, um explizit nichtmilitärische Ziele anzugreifen, zum Aufbau einer anständigen Wirtschaft verwendet, ginge es der Bevölkerung dieses Landes recht gut. Und hätte er die Opposition nicht unterdrückt und vernichten lassen, noch besser.
Demokratie ist halt etwas Langsames, Mühsames, aber es ist das denkbar beste Modell um, wie Du es formulierst, "die Menge der Menschen etwas menschlicher zu machen".

So, lieber Tiberis, das wär's dann.

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Re: Stalin in den Stahlgewittern des Stahlwerkes

Beitragvon Sapientius » Mi 4. Mai 2022, 09:13

Aber nach dem Tod von Stalin gab es im Osten kein Entstalinisierungsprogramm.


Warum auch, Stalin war der Triumphator über Hitler, der Sieger von Stalingrad, der Eroberer von Berlin, der Gastgeber von Sanssouci, wo die Nachkriegsordnung für D. festgeschrieben wurde; es gab eine Aufteilung in Interessenssphären, es begann ein halbes Jahrhundert ohne Kriegsbedrohung.
Die Demokratien haben 1945 mit Stalin eine Allianz gebildet und mit ihm zusammen eine neuartige Weltordnung zu schaffen versucht, die "Vereinten Nationen".
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