Iuvavum in der Presse:

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Iuvavum in der Presse:

Beitragvon iurisconsultus » Di 1. Mär 2016, 19:55

Qui statuit aliquid parte inaudita altera,
aequum licet statuerit, haud aequus fuit.
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Re: Iuvavum in der Presse:

Beitragvon Medicus domesticus » Di 1. Mär 2016, 20:14

Ja, das ist echt eine Chance etwas mehr zu erfahren. Ich ging erst vor kurzem wieder auf dem Rückweg vom Haus der Natur durch die Getreidegasse und sah diese Baustellen (Salzburg ist ja in unserer Region die heimliche Hauptstadt ...grenzübergreifend ;-)), ebenfalls auch eine Diskussion zweier Ladenbesitzer, die sich im salzburgerischen Dialekt über die Bauarbeiten aufregten... ;-)
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Re: Iuvavum in der Presse:

Beitragvon Zythophilus » Di 1. Mär 2016, 22:29

Das gewählte Bild des Fundstücks ist freilich originell, da es weder " graue Gefäße" aus dem "Raum Salzburg" oder die Bruchstücke des Rippenbechers zeigt. Ist die abgebildete Terra-sigillata-Schale - im ganzen römischen Reich ist so etwas sehr verbreitet - wirklich so besonders?
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Re: Iuvavum in der Presse:

Beitragvon Medicus domesticus » Di 1. Mär 2016, 22:35

Steht darüber:
Wo heute die Getreidegasse verläuft, war damals das Salzachufer. Genutzt haben es die Menschen damals als Müllhalde - etwa für kaputtes Küchengeschirr...

;-)
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Re: Iuvavum in der Presse:

Beitragvon Zythophilus » Mi 2. Mär 2016, 23:32

Das Bild selber hat keine Beischrift. "Kaputtes Küchengeschirr" ist etwas allgemein, noch dazu steht nach der Erwähnung desselben noch etwas von "graue[n] Gefäße[n]" usw. Diese "norische Ware", vermutlich ebenfalls "kaputtes Küchengeschirr" ist auf dem Bild eindeutig nicht zu sehen. Nach dem Bild wird von den "kostbarsten Fundstücken" erzählt: Ein nicht näher erklärter "Gegenstand, der in römischer Zeit ein Luxusartikel war und durchaus viel Geld gekostet hat", und "Bruchstücke eines Rippenbechers" seien dabei, weiters "Reste eines Gegenstandes ..., dessen Wertigkeit mit Porzellan aus späterer Zeit vergleichbar ist. Es stammt vom Tafelgeschirr eines gehobenen römischen Haushaltes." Ein Hinweis auf das, was das Bild tatsächlich zeigt, fehlt; es mag sein, dass Terra sigillata, die sich bekanntlich nach Herkunft und Entstehungszeit relativ leicht einordnen lässt, in entsprechender Qualität zu einem gehobenen römischen Haushalt als Statussymbol gehört, aber das würde für den Rippenbecher als sicher wesentlich selteneres und damit interessanteres Glasobjekt noch mehr zutreffen als auf eine Schüssel mit Girlanden und floralen Motiven.
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