Gleichmut und Geduld

Diskussionen zu den antiken Philosophen, ihren Ideen und ihrer Rezeption

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Gleichmut und Geduld

Beitragvon Brakbekl » Fr 10. Jun 2011, 10:54

Um keinen Ärger auf mich zu ziehen, verliege ich die Diskussion hierher:

Den von mir genannten echtrömischen Horazvers kann man verkürzen, ohne dass man sich zu sehr vom lateinischen Original entfernt:

Aequam memento servare mentem. (= Denke daran Gleichmut/Geduld zu bewahren!)



Nonne magna diversitas inter aequanimitatem et patientiam est, mi Conse?
Während der Gleichmut eher darauf abzielt die Haltung zu wahren angesichts existentieller Bedrohungen und unausweichlicher Annäherungen, ist die Zielrichtung der Geduld das Leiden an evitablen Eventi aktiv und bewußt annehmend durchzuleben.
fide et virtute famam quaere
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Re: Gleichmut und Geduld

Beitragvon Laptop » Fr 10. Jun 2011, 11:25

@brakel Der Unterschied ist fein: PATIENTIA ist der fehlende Leidensdruck, AEQUANIMITAS die fehlende Leidenschaft. Zudem: ersteres hat etwas von Ausdauer und Warten, letzeres wie Gleichgültigkeit und Desinteresse.
SI·CICERONEM·ÆMVLARIS·VERE·NON·VIVAS (get a life!) OBITER·DICTVM·BREVITAS·DELECTAT (keep it short and simple = kiss)
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