Was bleibt von der antiken Philosophie?

Diskussionen zu den antiken Philosophen, ihren Ideen und ihrer Rezeption

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Re: Was bleibt von der antiken Philosophie?

Beitragvon philistion » Sa 7. Apr 2012, 02:24

RM hat geschrieben:Heute hingegen sind einige Leute der Ansicht, dass Naturwissenschaft mit der Philosophie wenig zu tun hat, obwohl sich ihr wichtigstes Ziel, nämlich die Natur zu erklären, nicht geändert hat. In der Moderne haben wir jedoch begonnen, die Natur nicht nur zu erklären, sondern die Naturgesetze immer stärker zur Gestaltung von Dingen zu verwenden, die es in der Natur so nicht gibt.

Was sprichst du genau an? Das, was Wittgenstein schon am Wiener Kreis kritisiert hat? Oder sprichst du von noch neueren Zeiterscheinungen? Wenn ja, von welchen?
Dass sich heute nur mehr wenige anmaßen, ein metaphysisch begründetes Weltmodell zu postulieren, sehe ich auch als Fortschritt im Wissen über die Grenzen unserer Erkenntnisfähigkeit.


Ich denke, dass ein äußerst wichtiger Aufgabenbereich der Philosophie u.A. darin liegt, Erkenntnisse aus allen anderen Wissenschaften zu interpretieren, auf Grenzen der Erkenntnis sowie Deutungs- und Ableitungsfehler hinzuweisen, eine Sprachkritik zu formulieren, um auch neueste wissenschaftliche Erkenntnisse ordentlich beschreiben zu können. Etwa im Bereich der Neurowissenschaften war und ist es dringen nötig, dass sich Philosophen mit den Konsequenzen empirischer Beobachtungen (etwa Bedeutung für die Ethik, Philosophie des Geistes, Erkenntnistheorie etc.) auseinandersetzen, da einigen Forschern aus der Biochemie, Biologie oder Medizin oftmals die Kompetenz fehlt, um Ergebnisse richtig beurteilen zu können.

Warum sollte uns also "die Philosophie" heute weniger zu sagen haben als früher?

Was mir jedoch missfällt, ist, dass die Philosophie immer mehr als eine Wissenschaft unter vielen anderen erscheint, wo sie doch eigentlich eine übergeordnete Funktion haben sollte.

@guenterus: Ich denke zwar schon, dass sich die Philosophie um Klarheit bemühen muss, aber genau das hat Heidegger ja durchaus auch [mit wenig Erfolg :D] versucht, indem er z.B. viele Wortneubildungen vorgenommen hat, da er eben keine Verwirrung mit Begriffen stiften wollte, die schon andere Bedeutungen hatten. Aber vielleicht lässt sich auch nicht jeder Gedanke so formulieren, dass er auf Anhieb mühelos verstanden werden kann.
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Re: Was bleibt von der antiken Philosophie?

Beitragvon Laptop » Sa 7. Apr 2012, 07:47

Können wir uns auf “Weltanschauung” für philosophia einigen? Was hat Weltanschauung an Wissenschaftlichkeit, an Nutzbarkeit? Es ist fast so diffus und subjektiv wie opinio, gustus oder usus. Ist gustus eine Wissenschaft? Wird gustus als intellektueller Müßiggang geadelt? Das heute (im ganz konkreten volkswirtschaftlichen Sinne) so wertlose und lebensferne Thema Philosophie war damals wertvoll und real, warum? Damalige Philosophen waren zugleich hervorragende Denker, Redner, Wissenschaftler. Rationale Naturkunde und Philosophie waren noch nicht getrennt, und die Philosophie profitierte von ihrem siamesischen Zwilling, wie auch die Alchemie von der Chemie, als ihrem Anteil Realität. Nach der Trennung der siamesischen Zwillinge im Zuge der Aufklärung, wurde der nutzlose Part mehr und mehr obsolet.
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Re: Was bleibt von der antiken Philosophie?

Beitragvon RM » Sa 7. Apr 2012, 14:27

philistion hat geschrieben:Was sprichst du genau an? Das, was Wittgenstein schon am Wiener Kreis kritisiert hat? Oder sprichst du von noch neueren Zeiterscheinungen? Wenn ja, von welchen?
Dass sich heute nur mehr wenige anmaßen, ein metaphysisch begründetes Weltmodell zu postulieren, sehe ich auch als Fortschritt im Wissen über die Grenzen unserer Erkenntnisfähigkeit.

Wittgenstein ist zwar im Grunde die richtige Richtung, allerdings waren die Voraussetzungen damals noch nicht diejenigen, die wir heute vorfinden, dann damals waren die Grenzen zwischen grundverschiedenen universitären Fächern noch nicht in dieser Weise zementiert, wie es heute der Fall ist.
Eine zentrale Frage der Naturphilosophie - und natürlich erst recht der Theologie - war immer die Frage nach unserer Herkunft. Diejenigen, die man heute als "Philosophen" bezeichnet, haben die Deutungshoheit auf diesem Gebiet fast vollständig an die Physiker abgegeben. Ich z.B. halte die spezielle und allgemeine Relativitätstheorie für einen der wichtigsten Meilensteine der modernen Philosophie, da der Grundgedanke, der zu ihrer Entwicklung geführt hat, die Frage des Naturgeschehens von der "objektiven" Ebene Kants in die "subjektive" Ebene des Beobachters gerückt hat. Diese Konzentration auf das erkennende und handelnde Subjekt ist seit dem 20. Jhdt. in der Philosophie vorherrschend, wobei wir bei wichtigen Fragen allerdings weiterhin im Dunkeln tappen. Nehmen wir z.B. die Frage des freien Willens: Wir wissen immer noch nicht, ob es in unserem Tun irgendeine Freiheit gibt oder ob die Naturgesetze unsere Handlungen komplett vorherbestimmen. An dieser Frage arbeiten alle möglichen Gruppen von Neurologen bis zu Physikern, auch Theologen. Am Ursprung des Seins wird ebenfalls weiter geforscht, zum Beispiel von Physikern, die versuchen, das Higgs-Boson zu isolieren und nachzuweisen. Oder nehmen wir moderne Entwicklungen, mit denen wir unsere Umwelt seit etwa dem 2. Weltkrieg in nie dagewesener Art und Weise ändern. Durch geschicktes Anwenden der Naturgesetze erschaffen wir Dinge wie z.B. den Laser, die es in der Natur nicht gibt. Aus der Beobachtung der Natur ist die Veränderung unserer Welt geworden - und dies hat wieder mit dem Grundgedanken der Relativitätstheorie zu tun. Zu all diesen Dingen, die ich jetzt beispielhaft erwähnt habe, höre ich aber zu selten Äußerungen der heutigen Philosophen.

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Re: Physiker und Philosophen

Beitragvon Prudentius » So 8. Apr 2012, 16:10

RM hat geschrieben: "
Diejenigen, die man heute als "Philosophen" bezeichnet, haben die Deutungshoheit auf diesem Gebiet fast vollständig an die Physiker abgegeben.


Eigentlich laufen sie entgegengesetzt:
- Zeit: die einen messen sie und stellen sie durch einen Strahl dar, die anderen suchen ihre unergründliche Tiefe zu erfassen,
- Kraft: die einen untersuchen ihr Wirken, die anderen ihr Wesen, bekommen es aber nicht zu fassen;
- Licht: die einen erklären uns, dass es zweierlei Erscheinungsformen hat, die anderen fragen, was das bedeutet,
- Axiome: die einen bauen darauf auf, die anderen fragen, worauf sie aufgebaut sind,
und noch vieles andere.
Anscheinend leben beide in verschiedenen Welten: die einen sehen die Welt im klaren Licht der Wissenschaft, "Noch nicht geklärtes" liegt ganz weit draußen in den Randgebieten, dort wo die "schwarzen Löcher" sind; die anderen sehen das Absolute bis in unser Alltägliches hereinragen, so dass man fast darüber stolpert.
Tatsächlich bieten ja gerade die Einsichten der Physiker die Nahrung für das metaphysische Denken; es gibt keinen absoluten Raum, keine absolute Zeit, keine Gleichzeitigkeit, infolgedessen im kosmischen Maßstab keine Situationen, Ereignisse, Dinge, Vorgänge, denn all dies setzt ja eine Fixierung in Raum und Zeit voraus. Stoff zum Nachdenken genug!

Die großen Gestalten wie Einstein stehen über allen Fachbegrenzungen, dort, wo Physik, Philosophie, Theologie zusammenlaufen.

Gruß P. :)
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Re: Physiker und Philosophen

Beitragvon RM » Di 10. Apr 2012, 11:55

Prudentius hat geschrieben:Anscheinend leben beide in verschiedenen Welten

Genau das glaube ich nicht.
Prudentius hat geschrieben:es gibt keinen absoluten Raum, keine absolute Zeit, keine Gleichzeitigkeit

Wenn wir das vom Standpunkt eines - subjektiv urteilenden - Beobachters sehen, stimmt das, also "für uns" gibt es das nicht. Genau der Standpunkt ist hier der springende. :wink:

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Re: Aufklärung

Beitragvon Prudentius » Do 12. Apr 2012, 16:09

Hallo Laptop,

Nach der Trennung der siamesischen Zwillinge im Zuge der Aufklärung, wurde der nutzlose Part mehr und mehr obsolet.


das liest sich ja wie ein Nachruf auf die Philosophie. Als Freunde der Antike (oder wie wir uns benennen wollen) haben wir doch von unserem Altvater Platon das Streben aus der Höhle heraus zu dem höheren Licht mitbekommen, und die Aufklärung verrammelt uns diesen Schacht nach oben, indem sie die Metaphysik für erledigt und überholt erklärt.

Die Philosophie fragt anders als die aufgeklärte Wissenschaft, sie sucht nicht kausale Erklärungen für Phänomene, sondern fragt, was ist Kausalität, worin gründet sie? Wo sind die Grenzen der Erklärbarkeit? Wie gehen wir mit dem um, was nicht rational erklärbar, aber für uns bedrohlich und gefährlich ist?

Gruß P. :)
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Re: Aufklärung

Beitragvon RM » Mi 18. Apr 2012, 00:44

Prudentius hat geschrieben:Die Philosophie fragt anders als die aufgeklärte Wissenschaft, sie sucht nicht kausale Erklärungen für Phänomene, sondern fragt, was ist Kausalität, worin gründet sie?

Interessanterweise ist die Antwort auf genau diese Frage für Albert Einstein der Anstoß zur Entwicklung der Relativitätstheorie geworden. Das, womit sich früher Demokrit und Leukipp auseinandersetzten, haben in unserer Zeit also die Naturwissenschaftler nicht ganz zu Unrecht übernommen. Was aber ohne direkte Einbeziehung der Naturwissenschaft von der Philosophie übrigbleibt, ist, wie auch immer man es betrachtet, nur ein Scherbenhaufen. Man kann heute nicht darüber sprechen, was Kausalität ist, wenn man keine Ahnung von Quantenphysik hat. Man kann nicht über das Wesen des Lebens sprechen, wenn man die Funktion der DNS nicht versteht. An diesen Stellen driftet die Philosophie von dem, was sie ursprünglich einmal darstellte, weg und wird zu einer Allerweltsweisheit, die nicht mehr in der Lage ist, das Wesen der Dinge vollständig zu durchdringen.

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Re: Der philosophische Scherbenhaufen

Beitragvon Prudentius » Fr 20. Apr 2012, 10:03

Du musst ja sehen, es ist ein Kompetenzgerangel im Gange über die Deutungshoheit über die fundamentalen menschlichen Fragen, wobei die Evolutionstheorie, mal summarisch bezeichnet, den Vorrang beansprucht. Man muss aber auch sehen, dass für diese ganze Richtung viele wesentliche Bereiche außerhalb des Horizontes bleiben: Philosophie, Religion, Tradition, Geschichte, Werte (Ethik), Kunst... Wenn man die "Evolution" zum allgemeinen Leitbild machen will, dann empfinden das manche als kuturellen Kahlschlag. Auf der anderen Seite muss ich aber auch sagen, dass heute die Philosophie eigentlich weggetreten ist, Einstein ist anscheinend nach 100 Jahren immer noch nicht bei der Philosophie angekommen. Im Gegensatz dazu steht aber eine allgemeine hohe Erwartung an die Philosophie, nämlich den Menschen eine Orientierung zu bieten und das verblassende christliche Modell zu ersetzen; die Gehirnforscher bringen es dabei nicht weit, Nietzsche hat weitergedacht, Sozialdarwinismus, Rassismus,... man mag gar nicht daran denken.
Auf jeden Fall bietet die Philosophie einen Vorrat an Anregungen und einen Reichtum an Lebensempfehlungen; das sollte man hoch einschätzen.

Der Scherbenhaufen ist allerdings eine ganz alte Erfahrung für die Philosophie: Sokrates führte seine Partner immer in die Aporie, d.h. er konfrontierte sie mit dem Scherbenhaufen ihrer bisherigen Gewissheiten, im Symposion ist der Philosoph einer, der gar nichts hat aber viel ersehnt, es wäre noch so viel zu sagen, aber es kann ja nur ein Forumsbeitrag sein,

Gruß P. :)
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Re: Was bleibt von der antiken Philosophie?

Beitragvon RM » Mi 25. Apr 2012, 22:05

Das Kompetenzgerangel sehe ich wohl, aber so, wie die Welt heute läuft - naja, auch zu Platons Zeiten war es wohl nicht anders, wenn man keine lukrative Stellung als Prinzenerzieher innehatte - muss die Philosophie, nein, müssen die Philosophen diesen Kampf verlieren, da sie heute nicht mehr genügend Kompetenzen in einzelnen Wissensgebieten mitbringen, es sei denn, sie nähern sich der Philosophie von der anderen Seite, was vielleicht der erfolgversprechendere Ansatz ist. Der modernen Philosophie mag man vielleicht noch einige Aspekte der Gesellschaftswissenschaften, die Erforschung der eigenen Geschichte und die Ethik gönnen, aber sogar die wird ihnen von Evolutionsbiologen inzwischen weggeknabbert und von den Kirchen streitig gemacht. Ich sehe die Philosophie aber nicht als Religionsersatz, da sie das, nein, da die Philosophen das, was es dazu bräuchte, nicht liefern könnten - zu wenige charismatische Bezugspersonen, zu wenige einfache Wahrheiten.

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Re: Was bleibt von der antiken Philosophie?

Beitragvon DeLuxe » Di 4. Dez 2012, 11:41

brakbekl hat geschrieben:Kennst Du das schon, Luca?
Link Ticket ---> http://books.google.com/ngrams/graph?co ... moothing=3

gestern lernte ich es kennen, und seitdem spiel ich damit, gib mal die Worte Bismark, Hindenburg, Rasse und Computer ein ... dann merkst Du, wie es funktioniert .... tolles Spielzeug

gute Nacht :sleep:


Lol... echt nice :D
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Re: Was bleibt von der antiken Philosophie?

Beitragvon paulos » Mi 30. Jan 2013, 20:15

Also ich mir die ganzen politologischen Seminare anschauen, wirkt es so, als ob die antike Philosophie noch sehr präsent ist. Jedenfalls in der Theorie. In der Praxis sieht das leider sehr anders aus und die Philosophen werden für Zitate herangezogen. Ihr Denken interessiert allerdings in der Regel keiner. Außerdem hat wie oben schon angeklungen die Verhaltensforschung (egal ob wirtschaftlich, biologisch oder soziologische, sprich RC-Theorien) einiges aufgesaugt und behauptet mehr (auch empirisch) zu erklären. Zum anderen hat die harte Mathematik das geistige Denken in der Praxis abgelöst. Ingenieure sind einfach wichtiger als Freigeister (siehe China).
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Re: Was bleibt von der antiken Philosophie?

Beitragvon LatinusMann » Do 21. Feb 2013, 19:06

Was ist der Unterschied zwischen neuartige und antike Philosophie wenn man an Gott glaubt?? Ich weiss nur, dass das philosophische Denken der griechischen Antike war von einer einzigen Frage bewegt: der Frage nach dem Sein des Seienden. Danke im Voraus!
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Re: Was bleibt von der antiken Philosophie?

Beitragvon CiceroKaramasow » Mo 21. Apr 2014, 12:48

Ich denke, dass die analytische Philosophie, die heute so populär ist, gerade eine Rückbesinnung auf die antike Philosophie ist. Die sokratischen/platonischen Dialoge verfolgen streng stringente Argumentationsmuster und beantworten mit "Was-ist-x-Fragen" den Bereich, der häufig als Kerngebiet der analytischen Philosophie betrachtet wird. Man schaue sich beispielsweise die Wissens-Definitionsdebatte um Gettier und die causal theory of knowing an. Insofern bleibt von der antiken Philosophie eine ganze Menge ...
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