Aeschin. 3,131

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Aeschin. 3,131

Beitragvon Luisa » Fr 31. Mai 2019, 15:25

Aeschin. 3,131 Oὐ τὸ τελευταῖον ἀθύτων καὶ ἀκαλλιερήτων ὄντων τῶν ἱερῶν ἐξέπεμψε τοὺς στρατιώτᾱς ἐπὶ τὸν πρόδηλον κίνδῡνον; Kαίτοι πρώην γέ ποτε ἀπετόλμᾱ λέγειν, ὅτι παρὰ τοῦτο Φίλιππος οὐκ ἦλθεν ἡμῶν ἐπὶ τὴν χώρᾱν, ὅτι οὐκ ἦν αὐτῷ καλὰ τὰ ἱερά. Tίνος οὖν σὺ ζημίᾱς ἄξιος εἶ τυχεῖν, ὦ τῆς Ἑλλάδος ἀλειτήριε; Eἰ γὰρ ὁ μὲν κρατῶν οὐκ ἦλθεν εἰς τὴν τῶν κρατουμένων χώρᾱν, ὅτι οὐκ ἦν αὐτῷ καλὰ τὰ ἱερά, σὺ δ᾽ οὐδὲν προειδὼς τῶν μελλόντων ἔσεσθαι, πρὶν καλλιερῆσαι τοὺς στρατιώτᾱς ἐξέπεμψας, πότερα στεφανοῦσθαι σε δεῖ ἐπὶ ταῖς τῆς πόλεως ἀτυχίαις ἢ ὑπερωρίσθαι;

Und obwohl schließlich die Opfer nicht erfolgreich durchgeführt und von den Göttern nicht akzeptiert worden waren, schickte er die Soldaten nicht zur offensichtlichen Gefahr? Und doch wagte er es, kürzlich irgendwann zu sagen, dass Philipp nicht gegen das Land von uns zog, weil ihm die Opfer nicht günstig waren. Welche Strafe zu erhalten bist du nun würdig, du Geißel Griechenlands? Wenn zwar nämlich der Siegende nicht in das Land der Unterlegenen kam, weil ihm die Opfer nicht schön waren, du aber nichts vorherwissend von der Zukunft, bevor man gute Opferergebnisse erzielt hatte, die Soldaten aussandtest, ist es dann nötig, dass du bekränzt werdest wegen der Unglücksfälle der Stadt oder über die Grenze hinaus gejagt?
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