Vergils tragische Aeneis. Was Dido und Turnus verbindet.

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Re: Vergils tragische Aeneis. Was Dido und Turnus verbindet.

Beitragvon marcus03 » Mi 20. Jul 2022, 15:16

Du kennst Politiker offenbar nicht wirklich!
Politik und Geld verdirbt den Charakter, je mehr bzw. je länger (sie es sind) um so mehr.

Prof. Brox sagte zu mir einmal wörtlich: Herr X, trauen sie keinem Politiker!
Ich würde hinzufügen: Auch der denkt an sich selbst zuerst wie die Priester in der Kirche, von
ganz, ganz wenigen Ausnahmen abgesehen.
Brox war ein wahrer vir vere humanus und glaubwürdiger, kritischer Christ.
https://badw.de/fileadmin/nachrufe/Brox%20Norbert.pdf
Er war wegen seiner Menschlichkeit höchst beliebt und absolut autentisch.

ille ego qui hat geschrieben:Mir ist da ein bisschen abwägende Wissenschaftlichkeit lieber

Das wird dir bei diesem Thema nicht endgültig weiterhelfen, es ist viel zu schwammig!
Glaube und Liebe ist wissenschaftlich nicht erfassbar.
Das wirst auch du einräumen müssen, auch als Sprachler. :)

Konstantin war Machtpolitiker. Was in ihm vorging werden wie nie erfahren, höchstens
Plausibilitäten finden.
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Re: Vergils tragische Aeneis. Was Dido und Turnus verbindet.

Beitragvon ille ego qui » Mi 20. Jul 2022, 15:18

Das wird dir bei diesem Thema nicht endgültig weiterhelfen, es ist viel zu schwammig!
Glaube und Liebe ist wissenschaftlich nicht erfassbar.


Ich will ja auch nicht Glauben wissenschaftlich erfassen. :-)
Und jedenfalls würde ich gerade jenseits dessen, was Wissenschaft erfassen kann, nicht mit Behauptungen weitermachen. Das nur ganz grundsätzlich.
:-)
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Re: Vergils tragische Aeneis. Was Dido und Turnus verbindet.

Beitragvon marcus03 » Mi 20. Jul 2022, 17:26

Es sind plausible Annahmen und Argumente, die ich zur Diskussion stelle.
Wenn es um Macht geht, hat sich beim Menschen kaum etwas geändert.
Man hat sie und will sie nicht mehr hergeben.

ille ego qui hat geschrieben:Ich will ja auch nicht Glauben wissenschaftlich erfassen.

Das müsstest du aber und würdest kläglich scheitern.
Es gibt sicher Kriterien. vgl. "An den Früchten werdet ihr sie erkennen."

ille ego qui hat geschrieben: Das nur ganz grundsätzlich.

Ich will damit eine Diskussion in Gang bringen. Vlt. wissen andere mehr oder haben andere Ideen dazu.
Das fast tote Forum braucht das m.E.
Leben in die Bude bringen!
Diskussion lohnt immer,auch wenn sie in einer Aporie endet oder zu keinem klaren Ergebnis führt.
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Re: Vergils tragische Aeneis. Was Dido und Turnus verbindet.

Beitragvon Sapientius » Do 21. Jul 2022, 08:27

Ich will damit eine Diskussion in Gang bringen. Vlt. wissen andere mehr oder haben andere Ideen dazu.


Das hast du gut gesagt, aber du hältst dich nicht daran, du ziehst immer den Knüppel aus dem Sack: Topitsch und "Wiener Kreis" mit Totschlagsargumenten, du vergraulst ja Leute mit anderen Ansichten aus dem Forum. Dieser Richtung verdanken wir einiges, aber sie bildeten sich ein, einen privilegierten Zugang zur letzten Wahrheit zu besitzen.

"Glauben wissenschaftlich erfassen": vgl. Augustinus, "Credo, ut intelligam", er bietet einiges, Christentum auf der Basis von neuplatonischen Fundamenten.
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Re: Vergils tragische Aeneis. Was Dido und Turnus verbindet.

Beitragvon marcus03 » Do 21. Jul 2022, 09:29

Sapientius hat geschrieben:du vergraulst ja Leute mit anderen Ansichten aus dem Forum.

Wo tue ich das? Ich bringe nur begründete Gegenargumente.

Sapientius hat geschrieben: "Credo, ut intelligam",

Dann erkläre bitte, inwiefern der Glaube hilft, den Wahnsinn (in) der Welt und der grausamen Evolution zu verstehen?
Welchen Beitrag leistet er zur Problemlösung aus zu vertrösten und auf dubiose Geheimnisse zu verweisen?

Wer versteht der Autor unter dem, was er behauptet?
Was verstehe ich besser, wenn ich glaube? Die Unbegreiflichkeit Gottes?
Die angeblich notwendige Bipolarität der Welt? Dass sie Welt nicht anders sein kann? Die beste aller Welten?
Dass die Evolution genauso ablaufen musste, bis aus einer Ratte der Mensch hervorgehen konnte:

https://www.faz.net/aktuell/wissen/arch ... 82264.html
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Re: Vergils tragische Aeneis. Was Dido und Turnus verbindet.

Beitragvon Veterinaria » Do 21. Jul 2022, 09:39

Salve marcus03,

marcus03 hat geschrieben: bis aus einer Ratte der Mensch hervorgehen


diese Evolution ist nicht vollständig geglückt: Viele Menschen sind im Geist immer noch Ratten - schlau zwar, aber nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Und deshalb auch aggressiv und rücksichtslos - siehe Putin.

Vale

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Re: Vergils tragische Aeneis. Was Dido und Turnus verbindet.

Beitragvon marcus03 » Do 21. Jul 2022, 09:51

Drum sagen wir oft: Du elende Ratte! ;-)
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Re: Vergils tragische Aeneis. Was Dido und Turnus verbindet.

Beitragvon medicus » Do 21. Jul 2022, 10:02

marcus03 hat geschrieben:Drum sagen wir oft: Du elende Ratte!
Ich habe das noch niemals gesagt!
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Re: Vergils tragische Aeneis. Was Dido und Turnus verbindet.

Beitragvon Veterinaria » Do 21. Jul 2022, 10:32

Lieber, lieber medicus,

medicus hat geschrieben:marcus03 hat geschrieben:
Drum sagen wir oft: Du elende Ratte!

Ich habe das noch niemals gesagt!


wie kannst Du das nur so interpretieren?! Das ist doch klar, dass ein edler und nobler Medicus, der den Hippokrates Eid abgelegt hat, so etwas nicht zu Menschen sagen kann.

Aber ich schon. Jedoch so direkt wie marcus03 es formuliert hat, sage ich es jeweils auch nicht.

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Re: Vergils tragische Aeneis. Was Dido und Turnus verbindet.

Beitragvon medicus » Do 21. Jul 2022, 11:12

Hallo Veterinaria, jetzt hast du meine Neugier geweckt. Wie sprichst du Menschen an, welche Tiere schlecht behandeln?
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Re: Vergils tragische Aeneis. Was Dido und Turnus verbindet.

Beitragvon marcus03 » Do 21. Jul 2022, 12:46

medicus hat geschrieben:Ich habe das noch niemals gesagt!

"Du bist ja ein rattenscharfes Weib!", aber schon? :wink:
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Re: Vergils tragische Aeneis. Was Dido und Turnus verbindet.

Beitragvon medicus » Do 21. Jul 2022, 14:28

Feminae huius generis numquam occurri.

Nonne est purgandum a moderatore hoc subforum grave et venerabile ? :prof2:
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Re: Vergils tragische Aeneis. Was Dido und Turnus verbindet.

Beitragvon marcus03 » Do 21. Jul 2022, 15:37

medicus hat geschrieben:Feminae huius generis numquam occurri.

Ne somnians quidem? :wink:
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Re: Vergils tragische Aeneis. Was Dido und Turnus verbindet.

Beitragvon Veterinaria » Do 21. Jul 2022, 18:02

Salvete marcus03 et medicus!

es ist etwas schwierig, Eurem weiteren Austausch der Argumente zu folgen..., aber wahrscheinlich ist die Situation der Hitze geschuldet...

Zu Deiner Frage medicus: Ich habe keine Kunden mehr, die ihre Tiere schlecht behandeln. Und als ich von denen noch hatte, waren es in den meisten Fällen nicht Menschen, die ihre (Reit-)Tiere aus "Rattengeistigkeit" nicht gut behandelten, sondern aus mangelndem Wissen. Das habe ich dann nachgereicht.
Bei den Anderen war und bin ich der Meinung, dass ein Mountainbike die für sie bessere Art ist, sich fortzubewegen (und habe das gelegentlich auch geäussert: Bringt allerdings keine Freunde).
Wir haben eines der strengsten Tierschutzgesetze, wenn nicht das strengste, der Welt. In den meisten Polizeicorps gibt es eine Gruppe, die speziell für solche Fälle ausgebildet ist und es gibt einen Tieranwalt, der die Tiere dann vor Gericht vertritt. Trotzdem gibt es leider immer wieder Fälle.
Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Menschen, die Tiere nicht gut behandeln, auch Menschen nicht gut behandeln.

Salvete
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Re: Vergils tragische Aeneis. Was Dido und Turnus verbindet.

Beitragvon ille ego qui » Do 21. Jul 2022, 23:15

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass Menschen, die Tiere nicht gut behandeln, auch Menschen nicht gut behandeln.


... und mit Blick auf den Fleischkonsum und insbesondere die Massentierhaltung sind das (zumindest mittelbar) wohl die meisten.

Aber das ist wohl ein anderes Thema ...
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