Horaz

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Re: Horaz

Beitragvon ille ego qui » Mi 17. Jun 2020, 09:19

Spaßeshalber mal schnell geguckt, ob sich so etwas auch im Deutschen finden lässt. Via Google - gut, via Google findet sich immer alles - fand ich z.b. "Es wird (die ganze Zeit) den Anschein gemacht". Und tatsächlich habe ich das Gefühl, dass so etwas (in der Umgangssprache!) durchaus vorkommt.
Ille ego, qui quondam gracili modulatus avena
carmen et egressus silvis vicina coegi,
ut quamvis avido parerent arva colono,
gratum opus agricolis, at nunc horrentia Martis
arma virumque cano ...
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Re: Horaz

Beitragvon Sapientius » So 21. Jun 2020, 16:21

"Es wird (die ganze Zeit) den Anschein gemacht".


Im D. schaukelt das PPP. zwischen aktiv und passiv, je nachdem, ob es mit "ist" oder "hat" steht; in den Medien ist ja bei Schlagzeilen der aktive Gebrauch ganz verbreitet: "Den kürzeren gezogen", "den Kampf verloren", ...; aber beim Gerundiv?
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Re: Horaz

Beitragvon ille ego qui » So 21. Jun 2020, 17:59

Sapientius hat geschrieben:
"Es wird (die ganze Zeit) den Anschein gemacht".


Im D. schaukelt das PPP. zwischen aktiv und passiv, je nachdem, ob es mit "ist" oder "hat" steht; in den Medien ist ja bei Schlagzeilen der aktive Gebrauch ganz verbreitet: "Den kürzeren gezogen", "den Kampf verloren", ...; aber beim Gerundiv?



In meinem Beispiel sind die Sätze ja aber eindeutig passivisch.
Und beim Gerundiv: Wir können nichts anderes tun als festzustellen, dass eine solche Konstruktion - wenn auch nicht häufig - doch immer wieder zu finden ist. So ist Sprache nun mal :prof2: :wink:
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Re: Horaz

Beitragvon ille ego qui » So 21. Jun 2020, 18:02

Es gibt ja auch den umgekehrten "Logikbruch", dass ein adverbialer (!) Akkusativ beim Gerundiv plötzlich als Subjekt erscheint.

"Nox est perpetua una dormienda" bei Catull statt "Unam perpetuam noctem dormiendum est".

(Dies wäre zumindest eine Erklärungsmöglichkeit.)
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