Kleine Stilübungen

Korrektur und Hilfestellungen bei Übersetzungen für die Schule und das Leben sowie deutsch-lateinische Übersetzungen für Nichtlateiner

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Re: Kleine Stilübungen

Beitragvon Zythophilus » So 9. Okt 2016, 10:20

Schulbücher orientieren sich offenbar nicht nur an römischen Autoren, sondern auch an anderen Schulbüchern, und so hat gaudio esse es offenbar zu einer großen Bekanntheit gebracht. Mir stellt sich die Frage, ob diese Wendung von den Römern - zumindest in klassischer Zeit - wirklich nicht verwendet wurde oder aber nur nirgends überliefert ist. Ich weiß, dass sich das nicht entscheiden lässt, aber wenn Cicero dolori esse verwendet, scheint es mir schon plausibel, dass das Antonym möglich ist.
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Re: Kleine Stilübungen

Beitragvon Medicus domesticus » So 9. Okt 2016, 10:35

Zythophilus hat geschrieben:Mir stellt sich die Frage, ob diese Wendung von den Römern - zumindest in klassischer Zeit - wirklich nicht verwendet wurde oder aber nur nirgends überliefert ist. Ich weiß, dass sich das nicht entscheiden lässt, aber wenn Cicero dolori esse verwendet, scheint es mir schon plausibel, dass das Antonym möglich ist.

Mir stellt sich die Frage auch in ähnlicher Weise. Ich habe die Liste bei BS S.419 gesehen. Ich bin eher ein Skeptiker solcher Listen. Zumindest versteht man nicht, warum gaudio esse nicht klassisch sein sollte, die anderen, z.T. ähnlichen Ausdrücke, aber doch. Sallust als Altersgenosse hat zumindest die Wendung, auch wenn er nicht zu "den" entscheidenden Klassikern gezählt wird. Vielleicht war Cic. und Caes. gaudium zu einfach, dann eher laetitia oder delectatio... ;-)
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Re: Kleine Stilübungen

Beitragvon ergee » So 9. Okt 2016, 19:52

Tiberis hat geschrieben:
ergee hat geschrieben:1.I.9) Silva umbram parat.
Silva umbrae est.
1.I.10) Silvae agricolis umbram parat.
Silvae agricolis umbrae sunt.

hier einen dat.fin. zu setzen, ist mit sicherheit kein gutes latein. unter hinweis auf Kühner-Stegmann schrieb ich ja bereits, dass im dat. fin. fast immer nur abstrakta stehen. die wälder können jemandem zur erholung dienen, sie mögen für jemd. einen vorteil/gewinn darstellen usw. - das alles ließe sich mit dat. fin. ausdrücken. aber sie können nicht "schatten bedeuten" oder "zum schatten gereichen", sie können höchstens schatten bieten. jedenfalls ist der schatten nicht der zweck des waldes.


Langsam aber sicher wird es mir klarer. Danke!

Tiberis hat geschrieben:
ergee hat geschrieben:Constantia incolarum saepe fortuna est patriae.

abgesehen davon, dass fortuna hier völlig unpassend ist, sehe ich hier gar keinen dat.fin.
(außer, du wolltest eigentlich schreiben : patriae fortunae est). richtig wäre: constantia incolarum patriae saluti est. (doppelter dativ)


"Constantia incolarum saepe fortunam patriae parat." war als lateinischer Satz bereits gegeben, weshalb ich bei dieser Wortwahl geblieben bin. Du siehst also, wie hilfreich es ist, nicht nur im stillen Kämmerlein an den Übungen zu arbeiten, sondern diese zu teilen und so zum Nachdenken angeregt zu werden.

Aus dem Gesagten schließe ich, dass "fortuna" also immer das zufällige, schicksalhafte, nicht wirklich bestimm- oder hervorrufbare Glück bezeichnet? Hätte der Autor der lateinischen Sätze in diesem Kontext fortunae (= Glücksgüter) verwenden können oder einfach nur bona, i.e.

Constantia incolarum saepe bona / fortunas patriae parat.

bzw. nach den anderen Hinweisen (Subjekt ist Abstraktum) eher noch im Passiv:

Bona / Fortunae patriae constantia incolarum parantur.

und Du wiederum hast salus, salutis gewählt, damit Du erstens ein Abstraktum hast und es zweitens von der Bedeutung her im Singular verbleiben kann. :verwirrt:

Tiberis hat geschrieben:
ergee hat geschrieben:1.III.6) Divitiae saepe curas et tristitiam parant.
Konstruktion mit dat. fin. funktioniert hier nicht, da "cura" im Pl. (curas -> curae) stehen müsste

warum? an der aussage ändert sich nichts, wenn es im sing. steht. das wäre nicht das problem. aber: gerade bei esse steht so gut wie immer der doppelte dativ (dat. comm. + dat. fin). wenn also ein dat. commodi dabei wäre, könnte man z.b. sagen: divitiae hominibus saepe curae tristitiaeque sunt.


Ich meinte damit, dass ich den Satz so, wie er gegeben war, nicht hätte direkt mit einem Dativus finalis konstruieren können, wenn ich die Sorgen (curas) hätte im Plural belassen wollen; "curae et tristitiae sunt" wäre also wie in Deinem Beispiel gegangen. Wichtig ist jedoch, dass der Dativus finalis mit esse nahezu immer mit einem dativus commodi/incommodi zusammen verwendet wird.

In den Übungen §5 (s.o.) habe ich nochmals herumkorrigiert und versucht, Verbesserungen nach neueren Erkenntnissen einzubauen. §6, den ich hier auf Papier vorbereitet habe, werde ich zuerst nochmals durcharbeiten und anschließend posten. :wink:
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Re: Kleine Stilübungen

Beitragvon ergee » So 9. Okt 2016, 21:24

§6

  1. Die Hinterlist der Perser war die Ursache der Feindschaft Griechenlands.
    Insidiae Persarum erant causa inimicitiae Graeciae.
  2. Oh Germanien, du bist (es) das Vaterland des Ruhmes, der Gelehrsamkeit, der Weisheit (und) der Gerechtigkeit!
    Germania, gloriae, doctrinae, sapientiae, iustitiae patria es.
  3. Die Gäste der Königin ergötzt die Üppigkeit.
    Luxuria convivas reginae delectat.
    Convivae reginae luxuria delectantur.
  4. Torheit bereitet Traurigkeit, nicht Freude.
    Stultitia tristitiam parat, non laetitiam.
    Stultitia tristitia paratur, non laetitia. (pass.)
    (Stultitia tristitiae est, non laetitiae. (dat. fin.) – wäre keine gute Wahl, da Traurigkeit nicht der Zweck der Torheit ist.)
    Stultitia discipulorum magistro tristitiae est, non laetitiae. (dat. fin.) – hier wiederum wäre der Dativus finalis in Ordnung, da mit "magistro" der doppelte Dativ konstruiert ist.
    Diligentia discipuli magistro laetitiae est. (dat. fin.) – ebenso hier
  5. Den Kräutern fehlt oft das Wasser.
    Herbis saepe deest aqua.
  6. Die Stürme bereiten den Schiffern nicht Freude, sondern Sorgen.
    Procellae nautis non parant laetitiam, sed curas.
    Procellis nautis non parantur laetitia, sed curae. (pass.) – parantur im Pl. da "curae" im Pl. steht und somit den Ausschlag bei der Wahl des Numerus gibt. Korrekt?
    Procellae nautis non sunt laetitiae, sed curae. (dat. fin.) – wobei ich hier "Sorge" im Singular gesetzt habe, auch wenn im deutschen Text von "Sorgen" die Rede ist, da im Lateinischen der Dat. fin. nur im Singular auftreten darf.
  7. Die Wissenschaften ergötzen die Dichter Deutschlands.
    Litterae poetas Germaniae delectant.
    Poetae Germaniae litteris delectantur. (pass.)
  8. Kränze schmücken die Mädchen der Landleute.
    Coronae puellas agricolarum ornant.
    Puellae agricolarum coronis ornantur. (pass.)
  9. Kühnheit fehlt nicht den Schiffern.
    Audacia non deest nautis.
  10. An dem Wege war ein Tor.
    Iuxta viam porta erat. – An (= neben) dem Weg war ein Tor (an welchem der Weg vorbeiführte).
    In via porta erat. – An (= auf) dem Weg war ein Tor (durch welches der Weg hindurchführte.)
    Ist der von mir gemachte Unterschied so korrekt?
  11. Die Bewohner Griechenlands loben nicht den Trotz und Stolz der Perser.
    Incolae Graeciae ferociam et superbiam Persarum non laudant.
  12. Der Schatten ergötzt oft die Landleute.
    Umbra incolas saepe delectat.
    Incolae umbra saepe delectantur. (pass.)
  13. Die Frau des Landmanns liebt die Kräuter des Waldes.
    Femina agricolae herbas silvae amat.
  14. Selbstbeherrschung fehlt den Bewohnern Asiens.
    Temperantia incolis Asiae deest.
  15. Der Sieg der Perser war die Ursache der Traurigkeit der Spartaner.
    Victoria Persarum erat causa tristitiae Spartiatarum.
  16. Die Hinterlist der Perser bereitet den Spartanern den Sieg.
    Insidiae Persarum Spartiatis victoriam parat.
    Insidiis Persarum Spartiatis victoria paratur. (pass.)
  17. Die Kräuter des Waldes sind oft die Arznei der Landleute.
    Herbae silvarum saepe sunt medicina agricolarum.
  18. Kränze schmücken die Altäre der Göttinnen Griechenlands und Italiens.
    Coronae aras dearum Graeciae et Italiae ornant.
    Arae dearum Graeciae et Italiae coronis ornantur. (pass.)
  19. Die Briefe bereiten sowohl (et) Freude als auch (et) Traurigkeit.
    Epistulae et laetitiam et tristitiam parant.
    Epistulis et laetitia et tristitia paratur. (pass.)
    Epistulae et laetitiae et tristitiae sunt. (dat. fin.)
  20. Das Glück ist oft die Ursache des Sieges gewesen.
    Fortuna saepe fuit causa victoriae.

EDIT 1: Korrekturhinweis von Prudentius eingefügt
EDIT 2: Korrekturhinweis von Tiberis eingefügt
Zuletzt geändert von ergee am Di 11. Okt 2016, 00:01, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Kleine Stilübungen

Beitragvon Tiberis » Mo 10. Okt 2016, 01:06

ergee hat geschrieben:"Constantia incolarum saepe fortunam patriae parat." war als lateinischer Satz bereits gegeben, weshalb ich bei dieser Wortwahl geblieben bin. Du siehst also, wie hilfreich es ist, nicht nur im stillen Kämmerlein an den Übungen zu arbeiten, sondern diese zu teilen und so zum Nachdenken angeregt zu werden.

Aus dem Gesagten schließe ich, dass "fortuna" also immer das zufällige, schicksalhafte, nicht wirklich bestimm- oder hervorrufbare Glück bezeichnet? Hätte der Autor der lateinischen Sätze in diesem Kontext fortunae (= Glücksgüter) verwenden können oder einfach nur bona, i.e.


ja, fortuna bedeutet durchaus das "schicksalshafte" glück und somit das gegenteil von pech, aber auch das glück des tüchtigen u.dgl. ist also m.e. im oben genannten beispielsatz unpassend, da ist ja wohl das lebensglück, also das wohlergehen, gemeint. daher > salus.
fortuna kann natürlich auch das los oder die lage bezeichnen, in der man sich befindet; diese müsste dann aber durch ein entsprechendes attribut definiert werden.
sollten "glücksgüter", also besitz und vermögen, gemeint gewesen sein, hätte der plural stehen müssen.
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Re: Kleine Stilübungen

Beitragvon Prudentius » Mo 10. Okt 2016, 08:23

ergee hat geschrieben:3. Die Gäste der Königin ergötzt die Üppigkeit.
Luxuria convivis reginae delectat.


convivas, Akkusativ! Ebenso bei den folgenden Sätzen!
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Re: Kleine Stilübungen

Beitragvon ergee » Mo 10. Okt 2016, 12:10

Danke Tiberis und Prudentius!

[*] Die Kräuter des Waldes sind oft die Arznei der Landleute.
Herbae silvarum saepe sunt medicinae agricolarum.


Ist es hier richtig medicinae im Plural zu benutzen, da dem Sinn nach nicht eine Arznei gegen eine Krankheit gemeint ist, sondern die Gesamtheit? Oder müsste man dies anders ausdrücken?
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Re: Kleine Stilübungen

Beitragvon Tiberis » Mo 10. Okt 2016, 12:50

ergee hat geschrieben:Ist es hier richtig medicinae im Plural zu benutzen, da dem Sinn nach nicht eine Arznei gegen eine Krankheit gemeint ist, sondern die Gesamtheit? Oder müsste man dies anders ausdrücken?

es müsste der singular stehen ! medicina (heilkunst, arznei, medizin) bezeichnet ja, wie du richtig sagst, die gesamtheit und nicht das einzelne medikament. wäre das gemeint, würde man medicamina (n.pl.) nehmen.
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Re: Kleine Stilübungen

Beitragvon ergee » Di 11. Okt 2016, 00:53

Vielen Dank, Tiberis. Die Korrektur habe ich im obigen Beitrag eingefügt.
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Re: Kleine Stilübungen

Beitragvon ergee » Di 11. Okt 2016, 00:55

§7

  1. Der Sieg der Skythen bereitet den Persern Traurigkeit.
    Victoria Scytharum Persis tristiam parat.
    Persis victoria Scytharum tristitia paratur. (pass.)
    Victoria Scytharum Persis tristitiae est. (dat. fin.)
  2. Die Frau des Landmanns bereitet den Gästen das Abendessen.
    Femina agricolae convivis cenam parat.
  3. Beredsamkeit schmückt die Einwohner Griechenlands.
    Eloquentia incolas Graeciae ornat.
    Incolae Graeciae eloquentia ornantur. (pass.)
  4. Die Gräben der Wälder waren die Ursache des Sieges der Numidier.
    Fossae silvarum erant causa victoriae Numidarum.
  5. Die Schule bereitet den Mädchen Freude.
    Schola puellis laetitiam parat.
    Puellis schola laetitia paratur. (pass.)
    Schola puellis laetitiae est. (dat. fin.)
  6. Der Brief der Tochter war die Ursache der Freude.
    Epistula filiae erat causa laetitiae.
  7. Unverschämtheit und Unrecht bereitet oft Feindlichkeit.
    Impudentia et iniuria saepe parat inimicitias.
    Inimicitiae saepe parantur impudentia et iniuria. (pass.)
  8. Die Feindschaft der Bewohner Griechenlands war die Ursache der Schlachten.
    Inimicitiae incolarum Graeciae erant causa pugnarum.
  9. Die Kühnheit der Truppen bereitet dem Vaterlande den Sieg.
    Audacia copiarum victoriam parat patriae.
    Patriae victoria audacia copiarum paratur. (pass.)
    Audacia copiarum patriae victoriae est. (dat. fin.)
  10. Bescheidenheit schmückt Mädchen und Frauen.
    Modestia puellas et feminas ornat.
    Puellae et feminae modestia ornantur. (pass.)
    Modestia puellis et feminis decori est. (dat. fin.) – mit anderer Wortwahl
  11. Der Sieg der Truppen war die Ursache des Waffenstillstandes.
    Victoria copiarum erat causa indutiarum.
  12. Die Geschichte Griechenlands und Italiens bereitet auch den Mädchen Freude.
    Historia Graeciae et Italiae etiam puellas laetitiam parat.
    Etiam puellis laetitia paratur historia Graeciae et Italiae. (pass.)
    Historia Graeciae et Italiae etiam puellis laetitiae est. (dat. fin.)
  13. Die Gunst der Königin erfreut die Mädchen der Landleute.
    Gratia reginae puellas agricolarum delectat.
    Puellae agricolarum gratia reginae delectantur. (pass.)
    Gratia reginae puellis agricolarum laetitiae est. (dat. fin.) - mit anderer Wortwahl
  14. In den Wäldern gibt es (ist) eine Menge (Vorrat) von Kräutern (der Kräuter).
    In silvis copia herbarum est.
  15. Eintracht schmückt das Leben der Landleute.
    Concordia vitam agricolarum ornat.
    Vita agricolarum concordia ornatur. (pass.)
    Concordia vitae agricolarum decori est. (dat. fin.) – mit anderer Wortwahl
  16. Der Sieg der Bewohner Griechenlands war die Ursache des Zorns der Perser.
    Victoria incolarum Graeciae erat causa irae Persarum.
  17. Das Andenken an den Sieg (des Sieges) erfreut die Truppen.
    Memoria victoriae copias delectat.
    Copiae memoria victoriae delectantur. (pass.)
    Memoria victoriae copiis laetitiae est. (dat. fin.)
  18. Die Töchter der Landleute schmücken die Tore mit Kränzen.
    Filiae agricolarum portas coronis ornant.
  19. Die Flucht der Perser erfreut die Bewohner Griechenlands und der Inseln.
    Fuga Persarum incolas Graeciae et insularum delectat.
    Incolae Graeciae et insularum fuga Persarum delectantur. (pass.)
    Fuga Persarum incolis Graeciae et insularum laetitiae est. (dat. fin.) – mit anderer Wortwahl

Bis hierhin waren 148 Vokabeln zu lernen bzw. zu wiederholen. Bei einigen war das tatsächlich notwendig, der überwiegende Teil war jedoch überraschenderweise noch im Langzeitgedächtnis abrufbar.

Die §§8-10 sind wieder lateinischer Text, den es zu übersetzen gilt und der keine Schwierigkeiten bereitet. Gleichzeitig wird nun die zweite Deklination hinzugenommen. Ich freue mich schon auf den nächsten deutsch-lateinischen Teil ab §11.
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Re: Kleine Stilübungen

Beitragvon Tiberis » Di 11. Okt 2016, 18:34

ergee hat geschrieben:Beredsamkeit schmückt die Einwohner Griechenlands.
Eloquentia incolas Graeciae ornat.
Incolae Graeciae eloquentia ornantur. (pass.)


hier wäre , im gegensatz zu manch anderem beispiel, ein doppelter dativ eine gute wahl:
eloquentia incolis .. decori ist (vgl. nr.10)
. aber natürlich ist deine übersetzung auch ok.

ergee hat geschrieben:Memoria victoriae copiis laetitiae est. (dat. fin.)

besser: gaudio est (laetitia= unbändige, ausgelassene freude, jubel)

ergee hat geschrieben:Victoria incolarum Graeciae erat causa irae Persarum.

wörtlich richtig, dennoch ist es besser, statt des umständlichen "incolarum Graeciae" einfach "Graecorum" zu schreiben.

im prinzip aber hast du alles richtig gelöst. :klatsch:
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