ab aliquo stare

Korrektur und Hilfestellungen bei Übersetzungen für die Schule und das Leben sowie deutsch-lateinische Übersetzungen für Nichtlateiner

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Re: ab aliquo stare

Beitragvon Medicus domesticus » So 28. Okt 2018, 08:44

Tiberis hat geschrieben:Was dich zu deinem Verdikt, den Georges betreffend, veranlasst, bleibt wohl dein Geheimnis. Ich denke, die wenigsten werden dieses abfällige Urteil nachvollziehen können.

Ich kann Stomachatus´Kritik an Georges nicht nachvollziehen. Das klingt nach persönlichen Animositäten gegen Georges. Für viele Dinge ist der Georges DAS Mittel der Wahl. Jedes Wörterbuch hat seine Vor- und Nachteile, außerdem kommt es darauf an, für was man es benutzt. Ich persönlich benutze den Georges, etwas mehr OLD, auch wenn ich in letzter Zeit nur wenig zu Latein und Griechisch komme. Es fehlt mir eher ein neues, gutes, mittellateinisches, handliches Lexikon, ein neuer DuCange. Es gibt eine große Version unter Leitung von Prof. Stotz. Sie sind momentan beim Buchstaben F.
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Re: ab aliquo stare

Beitragvon Lychnobius » So 28. Okt 2018, 10:28

Medicus domesticus hat geschrieben:Es fehlt mir eher ein neues, gutes, mittellateinisches, handliches Lexikon, ein neuer DuCange.

Also handlich gehört sicher nicht unter die Eigenschaften, die mir im Zusammenhang mit dem Du Cange einfielen. ;-)
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Re: ab aliquo stare

Beitragvon Zythophilus » So 28. Okt 2018, 21:21

Ich schließe mich Tiberis an. Ganz ohne zweisprachiges WB geht es nicht. Das Problem beim Georges, für das der Autor nichts kann, ist das altertümliche Deutsch, das schon für einen Philologen oft schwer verständlich ist. Häufiger noch nehme ich - und ich hoffe, jetzt nicht verbal gesteinigt zu werden - den Kleinen Stowasser. Allerdings habe ich mit der neuesten, völlig veränderten Ausgabe auch meine Schwierigkeiten. Seit urdenklichen Zeiten hat man bei Verben die 1.P.Sg. mit der Ziffer oder dem M bzw. 3M als Kennzeichen der Mischstämme als Eintrag als Angabe gefunden; jetzt steht der Infinitiv da, was für weniger Geübte bei Deponentien ein Hindernis sein kann. Bei manchen Modernisierungen ist man auch zu weit gegangen: Ich staunte nicht schlecht über die Übersetzung "verfickte Hure" (wenn ich es jetzt richtig in Erinnerung habe) für Catulls puella defututa. Abgesehen von dem drastischen Ausdruck stimmt es auch nicht ganz, da das Partizip "verfickt" nur im übertragenen Sinn verwendet wird, Catull defututa aber doch im eigentlichen Sinn benutzt.
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