De Marci Sittici archiepiscopi hilaritate et ioculando.

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Re: De Marci Sittici archiepiscopi hilaritate et ioculando.

Beitragvon Willimox » Fr 3. Sep 2021, 13:37

(0) "antiqui", eine plausible Coniectur?

Tiberis hat geschrieben:Bezüglich "antiqui" bin ich skeptisch. Gut, von der Metrik her ist es natürlich möglich, aber schon die "litteralen Spurenelemente", insbesondere jene, die auf das A folgen, sprechen nicht dafür. Und ja, der "poetohistorische Kontext" lässt zweifellos einen Bezug auf die Antike erkennen (Camoenae, Satyri...): umso unnötiger und die Eleganz des sprachlichen Ausdrucks geradezu störend wäre m.E. ein solcher zusätzlicher und wenig poetischer Hinweis auf die Antike.
Vor allem aber passen die Adjektive antiqui und lepidi nicht wirklich zu einander, auch im Kontext der übrigen Adjektiva (lepidi, lepidae, iucundi) ist antiqui gewissermaßen ein Fremdkörper. Und überhaupt, wie sollte man antiqui et lepidi sales verstehen bzw. übersetzen? antiker und feiner Humor? :roll: Also je mehr ich darüber nachdenke, desto unwahrscheinlicher scheint mir diese Konjektur. Aber eine plausiblere Alternative kann auch ich (noch) nicht anbieten...



Die Frage, ob "antiqui" im Epitaph Schleichs Sinn ergibt, kann man, glaube ich, mit Ja beantworten. Auch wenn es natürlich nur um Wahrscheinlichkeiten geht. Eine endgültige Antwort wird man erst finden, wenn sich der Originaltext zitiert in einem älteren Werk finden lässt.

(1) Die These heißt:

Schleich hat die "diatribisch-humorvollen" Poeme des Jesuiten Jacobus Balde übersetzt, zusammen mit Johannes Schrott, immerhin 45 Gedichte, meist der humorvollen Art. Die beiden Übersetzer wählen bewusst die Form trochäisch-jambischer Lyrik samt Reim, um den "normalen" Leser zu erreichen. Sie halten diese humorvollen Gedichte aus alten, früheren Zeiten für liebenswert und keinesfalls abgestanden.

Eines dieser Gedichte beschäftigt sich mit den Normen einer guten Grabinschrift. Schleich hat es übersetzt

Eben diese Beschäftigung mit und Wertschätzung von humorvoller Lyrik vergangener Zeiten ist es dem Autor Schleich wert, auf seinem Grabmal "verewigt" zu werden.

Nicht zuletzt auch wegen dem Paradox, dass er mit einer lyrischen Reminiszenz antikisierender Art den Abgesang für seine Person präsentiert und das Ende seiner Produktion konstatiert.

Und eben dieses poetologische Balde-Gedicht, eine Diatribe-Epistel zum Thema Grabinschriften, wird in Elementen von Schleich für sein Epitaph genutzt.
Hier im Anschluss Balde mit allen Strophen, dann Schleich.


(2) Original und Übersetzung:

Das folgende Gedicht Baldes, in dem es um die diatribisch-kritisch-satirische Auseinandersetzung mit der Intensität und Wirkungsmächtigkeit und Attitüde prunkvoll-brokatener Epitaphien geht, ist in Odenform gehalten. Jakob Balde schreibt an seinen Freund Petrus Altenhof und macht sich lustig über den pompösen Kult mit Epitaphien.

XVII. Ad Petrum Altenhofium. Auctor de mortuali pheretro [Reg: feretro] sibi prospicit: supervacaneam
Epitaphiorum curam irridet. Ode.

Quid? Si beatis mentibus afferi
Indulget Aether, Petre, Carystia
E rupe decisas sepulcri
Pyramides. Pariamque molem

Quaeremus umbris! Frangite marmora
Distincta venis: tollite lugubrem
Fastum, redundantesque pennas
Funeris, et titulos, Amici.

Offendor istis: Hic Iacet Armagra,
Mardo, Carallus. Vasco. Peronias.
Triumvir. Exconsul. Senator.
Consilio. Manibusque. Miles.

Ter. Ad Polonos. Ad Ligures. Quater,
Quater. Britannos. Missus. Ad ultimos.
Legatus extremum. Viennae.
Sole Diem. Moriente Clausit.

At ecce circum sequi pedalibus
Caelata signis, pendet imaginum
In gentis armorumque laudem
Pompa ferox, galeaeque et enses

Cristaeque et umbo: monte super tigris,
Supraque scutum vultur, et aurei
Caput coronatum leonis
In medio; Libyicique dentes.

Cervique cornu. Scilicet, ut sciam,
Fuisse nuper Pus generosius
Hac sede defossum. Facesse
Flebilium miserande luxus.

Odi sepultae murmura gloriae.
Foetent in urna grandia nomina.
Incestat et manes cadaver,
Quod sub humo putridum superbit.

Me, si paratum, Petre, iubentibus
Suprema Fatis hora citaverit:
Longam quidem, sed impolita
Sandapilam (Totenbahre) fabricabis orno (ornus, i; fem.: Berg-Esche).

A fronte scribes: Hic . Iacet. Alsata.
Poeta. Quondam. Non, sine. Laureis.
O vanitas! Expunge rursus.
Si iaceam satis est, quiete.


http://mateo.uni-mannheim.de/camena/bal ... a1_12.html
https://www.digitale-sammlungen.de/de/v ... ge=294,295
(Balde – ad Petrum Altenhofium, ganzes Gedicht)

Hier Schleichs Übersetzung:

Bild

Bild

Bild

Bild

(3) Deutung

An der Übersetzung und dem Original ist zweierlei bemerkenswert im Zusammenhang unserer Frage:

a) Schleichs Grabinschrift spielt offensichtlich mit den Baldeschen Vorgaben:

A fronte scribes: Hic . Iacet. Alsata.
Poeta. Quondam. Non, sine. Laureis.
O vanitas! Expunge rursus.
Si iaceam satis est, quiete.


[Antiqui] lepidique sales, lepidaeque Camoenae
Iucundique ioci, Satyri Saturaeque valete!
Quibuscum et saeculo valedixit
Illustris quondam vir Monacensis.

Dr. phil. Martinus Schleich
defunctus 13. Oct. 1881
natus 12. Febr. 1827

Qui hoc epigramma sibi fieri voluit:
Iacet. Tacet. Placet.


Das „quondam“ und das „illustris“ und der Herkunftsname „Monacensis“ referieren auf Baldes „quondam“, „non sine laureis“ und „Alsata“.
Baldes Schlusszeile „Si iaceam satis est, quiete.“ wird witzig in einem Trikolon „Iacet, tacet, placet“ aufgenommen, das an Caesars Ausspruch „veni, vidi, vici“ erinnern mag. Descriptiv in der 3. Person signalisiert die Zeile, der oftmals polemisch polternde Dichter, der nun ruhig ist und schweigt, finde eben deswegen den Gefallen der Öffentlichkeit.

b) So gesehen ist Schleichs Grabinschrift samt Valet

eben auch ein Abgesang auf die Beschäftigung mit Poemata aus alten, früheren Zeiten, deren "dignitas" eine "Renaissance" (Buchtitel) legitimieren konnte und kann.

Was meint ihr?
Zuletzt geändert von Willimox am Mi 8. Sep 2021, 10:33, insgesamt 14-mal geändert.
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Re: De Marci Sittici archiepiscopi hilaritate et ioculando.

Beitragvon Tiberis » Fr 3. Sep 2021, 15:15

Willimox hat geschrieben:So gesehen ist Schleichs Grabinschrift samt Valet

eben auch ein Abgesang auf die Beschäftigung mit Poemata aus alten, früheren Zeiten, deren "dignitas" eine "Renaissance" (Buchtitel) legitimieren konnte und kann.


hm, wenn antiqui sich auf Schleichs Beschäftigung mit Baldes Gedichten bezieht, dann gewinnt diese Konjektur zweifellos an Plausibilität, auch wenn mir die Kombination antiqui lepidique immer noch nicht so recht gefällt (was natürlich irrelevant ist).
Aber deine Argumente, optime Thrasybule, sind durchaus beachtenswert. :)

obiter: die alkäischen Strophen des Balde-Gedichtes hätten es verdient, im Schriftbild entsprechend dargestellt zu werden. ;-)
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Re: De Marci Sittici archiepiscopi hilaritate et ioculando.

Beitragvon Willimox » Fr 3. Sep 2021, 18:11

Tiberis hat geschrieben:obiter: die alkäischen Strophen des Balde-Gedichtes hätten es verdient, im Schriftbild entsprechend dargestellt zu werden. ;-)


Schriftbild geändert,

p.s. Herder präsentiert so die letzte Strophe:

A fronte scribes: Hic . Iacet. Alsata.
Poeta. Quondam. Non, sine. Laureis.
O vanitas! Expunge rursus.
Si iaceam satis est, quiete.

Mir einst, o Freund, mir schreibe zur Inschrift nur:
‚H i e r r u h t e i n D i c h t e r, n i c h t e i n u n r ü h m l i c h e r.‘
O Eitelkeit! Hinweg auch dieses!
Lösche die Worte; genug, ich ruhe.


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Re: De Marci Sittici archiepiscopi hilaritate et ioculando.

Beitragvon Tiberis » Fr 3. Sep 2021, 23:15

Herder hat geschrieben:Mir einst, o Freund, mir schreibe zur Inschrift nur:
‚H i e r r u h t e i n D i c h t e r, n i c h t e i n u n r ü h m l i c h e r.‘
O Eitelkeit! Hinweg auch dieses!
Lösche die Worte; genug, ich ruhe.


nicht schlecht, aber es geht auch genauer:



Vorn wirst du schreiben:" Hier liegt ein Elsässer.
Ein Dichter, einst nicht ohne den Lorbeerkranz."
Welch' Eitelkeit! Ach, lösch' es wieder.
Reicht es doch, wenn ich hier lieg' in Ruhe.

:prof2:
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Re: De Marci Sittici archiepiscopi hilaritate et ioculando.

Beitragvon Willimox » Sa 4. Sep 2021, 07:34

Vorn wirst du schreiben:" Hier liegt ein Elsässer.
Ein Dichter, einst nicht ohne den Lorbeerkranz."
Welch' Eitelkeit! Ach, lösch' es wieder.
Reicht es doch, wenn ich hier lieg' in Ruhe.


:klatsch:
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Re: De Marci Sittici archiepiscopi hilaritate et ioculando.

Beitragvon Willimox » So 5. Sep 2021, 20:30

Habe heute mit dem Fahrrad zum zweiten Mal den Martin Schleich besucht.
Ein verwilderter Friedhof, viele Lokalhonoratioren Münchens, Physiker und Geisteswissenschaftler und Historiker und Bierbrauer.

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Der Magistrat empfahl das Gräberfeld der Obhut des "gefühlvollen" Publikums.
Verwunschen und lebendig.
:chefren:
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Re: De Marci Sittici archiepiscopi hilaritate et ioculando.

Beitragvon consus » So 5. Sep 2021, 21:24

Willimox hat geschrieben:… Ein verwilderter Friedhof …
Wer ist verantwortlich für diese Barbarei in Bayerns Hauptstadt? Aber wen wundert‘s angesichts der nicht beseitigten unerträglichen Schmiererei auf einer der Säulen der Eingangshalle? :x
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Re: De Marci Sittici archiepiscopi hilaritate et ioculando.

Beitragvon Willimox » Mo 6. Sep 2021, 11:56

Conso doctissimo s.p.d. Thr.

Der Friedhof ist seit einiger Zeit "aufgelassen" worden. Das denkmalgeschützte Areal wird als ruhiger Park zum Spazierengehen genutzt. Im April wurden zwei Männer festgenommen, die sich auf dem Friedhof sehr wahrscheinlich "bedienten".

Betroffen sind die Grabmäler des deutschen Malers Josef Flüggen (1842-1906), des Schriftstellers Martinus Schleich (1827-1881) sowie des Hoffotografen Franz Werner (1816-1906). Auf dem Weihwasserbecken zur Sendlinger Mordweihnacht im Jahre 1705 wurde das metallene Kreuz entwendet. Die Taten hatten sich den Ermittlungen zufolge zwischen dem 23. und dem 29. März zugetragen. Aufgrund der großen kulturgeschichtlichen Bedeutung der Objekte übernahmen die Kunstfahnder des LKA die Ermittlungen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Alter_S%C ... C3%BCnchen)

p.s. Schleich als Schüler auf dem Wilhelmsgymnasium (aus dem Nekrolog auf Schleich; Allgemeine Zeitung. 1881, 11 - 12 ## 26.11.1881)

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Die Grabfeierlichkeiten nahm ein altkatholischer Pfarrer vor. Das Unfehlbarkeitsdogma machte es möglich.
Zuletzt geändert von Willimox am Mo 6. Sep 2021, 18:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: De Marci Sittici archiepiscopi hilaritate et ioculando.

Beitragvon consus » Mo 6. Sep 2021, 18:28

Summo cum gaudio, mi Thrasybule, lego id quod hodie nobis scripsisti. :D Gratias tibi ago maximas!
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Re: De Marci Sittici archiepiscopi hilaritate et ioculando.

Beitragvon Willimox » Mi 8. Sep 2021, 16:25

Amicis doctissimis s.p.d.

(1) Käse, Babys, Martin Schleich

Lächeln, Lachen, Komik, Humor, Rhetorik, Kommunikation - das alles gibt es hier - eingebettet im Umfeld der Grabinschrift von Martin Schleich. Geboren 1827, gestorben 1881, seines Epitaphs zentraler Satz:

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In welchem sozio-kulturellen Umkreis treten Lächeln und Lachen auf?
Wie wirken ihre tragenden Elemente im Zusammenspiel mit unserem Bewusstsein?
Was hat es mit dem Lächeln des Menschen auf sich?
Eine knappe Skizze sei hier versucht.

Wird man fotografiert, hört man oft den Spruch „Say cheese“, er soll ein wirkungsvolles Lächeln erzielen. Wer lächelt "kommt sympathisch rüber". Abgesehen davon, dass die Lautfolge eine bestimmte Mundbewegung hervorruft, die an ein Lächeln erinnert, mag auch einfach der Ausdruck in der Situation so „komisch“ wirken – Was soll „Käse“ beim Fotografieren? - , dass sich ein echtes Lächeln einstellt.

Was soll - mag man analog fragen - Heiterkeit bei einem Begräbnis und in einer Begräbnisstätte. Ist da nicht Ernst angesagt? Oder hat das Lächeln seinen Sinn und seine Würde auch hier?

Werdende Mütter erfahren bei einem Ultraschalltest, dass Babys bereits im Mutterleib lächeln oder das Lächeln üben. Zwei Monate vor der Geburt. Gewiss und "natürlich" tun Babys das unbewusst, aber sicher hat das seinen Sinn und seine zukünftige Funktion.

Das Grinsen oder Lächeln eines Säuglings ruft bei Müttern und Vätern, Verwandten und Fremden Entzücken hervor, zusätzlich zum Kindchenschema. Das winzige Kind ist hilflos und darauf angewiesen, dass es ernährt und umsorgt wird. Wohlwollen ist das Ergebnis seines Lächelns, Entspanntheit und Fürsorge, Kooperation der Erwachsenen zum Nutzen des Lächelnden. Freude darüber, dass wir eine heitere Botschaft und Reaktion des Kindes zu "lesen" bekommen.

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Das Lächeln als menschliches Verhaltensmuster - offensichtlich verankert im genetischen Programm des Menschen - beeinflusst die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen. Nicht nur im Verhältnis zu Kindern. Denn: Auch wenn der Erwachsene lächelt, hat das positive Folgen auf den Empfänger und – rückwirkend - auf den Sender:
Eine gespannte Situation entspannt sich, eine melancholische Stimmung hellt sich auf, eine Entschuldigung wird eher angenommen, mangelndes Selbstvertrauen bessert sich, ein Beitrag wird eher anerkannt, Anziehungskraft sieht sich bestätigt, Geschäfte werden gern abgeschlossen. Eine gewisse Leichtigkeit tritt ein.

Eine vielleicht missmutige und feindlich eingestellte Person wird mit der Waffe des Lächelns entwaffnet. Mehr noch: In einer Gruppe steckt das Lächeln unwillkürlich andere an. Es entsteht so etwas wie entspannter Zusammenhalt und Gleichklang.

Schleich erzeugt Lächeln. Und vielleicht bei den Grabbesuchern auch punktuellen Zusammenhalt und Gleichklang?

Hier kommt , das liegt auf der Hand, als Stimulanz des Lächelns der Humor ins Spiel. Offensichtlich weckt er das Lächeln und bringt Gewinn: Das fröhliche Lächeln und Lachen, die gegenseitige Aufmunterung durch witzige Bemerkungen, das Erkennen von Witzen und die Reaktion darauf, all das hat ein erhebliches Potential. Wir gewinnen die Aufhellung der Situation, wir genießen den Bonus kognitiver Flexibilität, die wir beim Verstehen witziger Sprache beweisen dürfen. Und wir sind dem Urheber dankbar, dass er uns diese Gelegenheit bot. Und sind offen für die Kommunikation mit ihm.

Martin Schleich sendet auf seinem Grabmal eine humorvolle Botschaft als seine letzte Botschaft, die Schlussworte sind gereimt, eine gedrängte, knappe Binnenreimzeile mit Komik.
Komik der ambivalenten Art, so lässt sich vielleicht zeigen.

Jacet.Tacet. Placet.

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(2) Aggressive Elemente in Schleichs politischem Auftreten

Selbstverständlich gibt es auch im Humor Ambivalenzen: Humor kann als Waffe eingesetzt werden, um andere einzuschüchtern, zu schwächen, lächerlich zu machen. "Jemandem die Zähne zeigen" ist durchaus nahe an dem Minenspiel dessen, der jemanden verlachen will. Kurz: Humor und Lächeln und Lachen und Komik bilden ein Kräftefeld mit aggressiven und nicht-aggressiven Elementen, das Feld verfügt über ein Potential von Wohlwollen und dessen Negation.

Der Nekrolog von 1881 in der Allgemeinen Zeitung - eine wichtige Zeitung in der damaligen Presselandschaft – verrät einiges über die Mentalität des Verstorbenen: Schleich hat im Bayrischen Landtag für die Kriegsanleihen gestimmt, auch wenn es ihm klar war, dass sich damit ein norddeutsch-preußisch orientierter Nationalstaat etablieren würde. Er hat im Bereich der Religion das Unfehlbarkeitsdogma kritisiert und die Altkatholische Kirche favorisiert. Seine Frontstellung gegen die „Ultramontanen“ war damit gegeben, samt allen Querelen, die das mit sich brachte. Ein Pfarrer Anton Gatzenmeier, „funktionierender“ Geistlicher der Altkatholiken, hat den Toten begleitet, nein, das Münchner Begräbnis ordiniert.

Bild
Allgemeine Zeitung. 1881, 11 - 12 ## 26.11.1881

Der Polemiker Schleich ist in dem folgenden Artikel zu genießen. Ultramontane und Sozialisten seien gegen eine breite Schulbildung. Das mache sie bei aller Gegensätzlichkeit verdächtig verwandt:

Bild
Allgemeine Zeitung. 1872, 9 ## 02.09.1872
Ein streitliebender Autor.
Und er hinterlässt eine mehrdeutige Schlusszeile auf seinem Epitaph im Südfriedhof.


(3) „Iacet, tacet, placet“ – Beredtes Schweigen

Die Reimformel „Iacet. Tacet. Placet“, ein einziger Binnenreim über drei Wörter hinweg, hat es ein wenig in sich.
Auch wenn man die Deutung nicht übertreiben braucht, so lohnt es sich, in den Echoraum der Inschrift zu lauschen.

Ein toter Polemiker und Schriftsteller liegt: Er ist aus dem Tagesgeschäft gezogen, er ist im und auf dem Boden angekommen, kein Gegner mehr da unten. Von gleicher Augenhöhe kann nicht mehr die Rede sein. Vom Tod besiegt, wie wir Endlichen es einmal sein werden.

Es ist evident, dass ein Toter schweigt, das lässt sich deskriptiv feststellen: Die dritte Person Singular der Verben ist hier sozusagen dem Objektivitätsstil der Aussage geschuldet. Die Beschreibung von außen – eben keine Ichform – ist intersubjektiv gültig und wahr.

Dass dieses Schweigen "gefällt", hat als stillschweigende Voraussetzung, dass der Verschiedene nicht überall Gefallen gefunden hat. Im Gegenteil, er hat neben Heiterkeit und Lachen auch Ärger und Wut erzeugt. Nun erst ist es anders.

Dass sich in dieser knappen „placet“-Aussage auch ein nicht allzu harter, aber wirkungsvoll witziger Schlag tarnt, dürfte klar sein. Aus der Deckung des Grabes heraus, wird dem gegnerischen, dem indifferenten, dem sympathisierenden Publikum signalisiert, dass erst der Schweigende Sympathie gefunden habe.

Dass so der Ärger, den er zu Lebzeiten bereitet hat, besonders wirkungsvoll und wohl auch gut begründet gewesen sein könnte, liegt für den aufmerksamen Rezipienten nahe. Am liebsten hätte man ihn stumm oder mundtot "gesehen". Insofern wirkt eben die Aussage des Schweigers alles andere als sehr versöhnlich. Eher ein verbaler Short Cut, ein verbaler Coup voller Kürze und Schlagkraft aus der Tiefe der Zeiten. Lebendig für jeden Besucher (der des Lateinischen mächtig ist). Wie angenehm und begrüßenswert wäre es gewesen, hätte der Dahingestreckte schon zu Lebzeiten geschwiegen oder zumindest die Reden nicht gehalten, die er gehalten hat. So verstehen wir den Subtext der drei Worte.
Kein Pathos von Schleich, aber Nachhall im Gräberfeld.

p.s.

Im Alten Südfriedhof von München liegt Schleich im Bezirk 23 (siehe Plan. Der Bezirk 23 ist links unten, grün gehalten) unter rotem Sandstein. Wenn man so will, ist auch der Friedhof als Ganzes ein stummer, schweigender Selbstkommentar. Die Anlage hat - erkennbar nur aus übergeordneter Perspektive - die Form eines Sarkophages. Der Raum des Gräberfeldes birgt viele Särge. Der lebende Besucher bewegt sich auf allen seinen Wegen in einem großen Sepulcrum und blickt dabei mehr oder wenig ahnungsvoll auf fremde Gräber ringsum.

Bild
Zuletzt geändert von Willimox am Do 9. Sep 2021, 11:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: De Marci Sittici archiepiscopi hilaritate et ioculando.

Beitragvon consus » Do 9. Sep 2021, 10:57

Et iucundum commentarium et sane gravem composuisti, mi doctissime amice. Fateor valde me delectatum esse. Gratias tibi ago maximas.
---------------------
Obiter (nolim hoc loco cramben repetere):
Scribis: Komik der ambivalenten Art. Nonne ergo inserendum videtur "ambigui"? Nonne aptius videtur quam "antiqui"?
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Re: De Marci Sittici archiepiscopi hilaritate et ioculando.

Beitragvon Willimox » Do 9. Sep 2021, 12:07

Gratias maximas, tibi doctissimo, pro verbis tuis.
Verisimile mihi videtur illud "ambigui". At nescio, an legenti difficilius sit hoc intellegere in epitaphio publico.
Explorari perseverans conor. Vale.
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Re: De Marci Sittici archiepiscopi hilaritate et ioculando.

Beitragvon Willimox » Sa 11. Sep 2021, 18:54

Epitaphien und ihr Kontext

Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass das Verstehen einer Äußerung meist die Kontrolle am Kontext braucht. Sei es, dass man die Äußerung nicht aus ihrem Text herausreißt, sondern ihre Verkettung mit anderen Sätzen und Abschnitten mitbedenkt. Sei es, dass man die soziokulturellen Einbettung der Äußerung vor allem dann zu berücksichtigen hat, wenn eine genaue immanente Textlektüre zu Unsicherheiten, Mehrdeutigkeiten oder echten Verstehensproblemen führt.

(1) Vermutungen zu Jakob Balde und Martin Schleich

Bei Martin Schleich etwa findet sich ein enger biografischer Bezug zu Jakob Balde. Schleich hat Baldes humorvoll-sarkastische Kritik an pompösen Grabinschriften übersetzt. Die Schlussstrophe von Baldes Diatribe dürfte mehr oder weniger direkt Schleichs Grabinschrift beeinflusst haben.

Me, si paratum, Petre, iubentibus
Suprema Fatis hora citaverit:
Longam quidem, sed impolita
Sandapilam (Totenbahre) fabricabis orno (ornus, i; fem.: Berg-Esche).

A fronte scribes: Hic . Iacet. Alsata.
Poeta. Quondam. Non, sine. Laureis.
O vanitas! Expunge rursus.
Si iaceam satis est, quiete.


So übersetzt Martin Schleich:

Bild

Hier Schleichs Grabinschrift mit Konjekturen:

[Antiqui] lepidique sales, lepidaeque [Camoenae]
Iucundique ioci, Satyri Saturaeque valete!
Quibuscum et saeculo valedixit
Illustris quondam vir Monacensis.

Dr. phil. Martinus Schleich
defunctus 13. Oct. 1881
natus 12. Febr. 1827

Qui hoc epigramma sibi fieri voluit:
Iacet. Tacet. Placet.


Das „quondam“ und das „illustris“ und der Herkunftsname „Monacensis“ referieren auf Baldes „quondam“, „non sine laureis“ und „Alsata“.
Baldes Schlusszeile „Si iaceam satis est, quiete.“ wird witzig in einem Trikolon „Iacet, tacet, placet“ aufgenommen, das an Caesars Ausspruch „veni, vidi, vici“ erinnern mag. Descriptiv in der 3. Person signalisiert die Zeile, der oftmals polemisch polternde Dichter, der nun ruhig ist und schweigt, finde eben deswegen den Gefallen der Öffentlichkeit.

Mit diesen Hintergrundinformationen (Beschäftigung mit Balde und dessen antiken Vorfahren, komisch-satirische „Sales“ und ernste Poeme als Lektüre Schleichs) lässt sich mit einiger Plausibilität die erste Zeile mit zwei Konjekturen ergänzen, so dass die beiden hexametrischen Zeilen so lauten könnten:

Ā́ntīquī́ lĕpĭdī́quĕ sălḗs lĕpĭdǣ́quĕ Cămœ̄́næ
Iū́cūndī́quĕ iŏcī́, Săty̆rī́ Sătŭrǣ́quĕ vălḗte!


(2) Marcus Sitticus und Giovanni Guareschi

Bild

Hier noch einmal die Grabinschrift von Marcus Sitticus, dem verspielt-ernsthaften Bischof von Salzburg und Erbauer von Hellbrunn:

Paucis te moror
Pellege Viator.
In tumba brevi non licet mihi esse longum.

Huc ego
Marcus Sitticus
Ex comit. ab Hohenembs Archiepiscopus &
Princeps Salisburgensis
Ossa et pellem meam condidi.
Cor est apud S. Carolum Borromaeum avunculum meum.

Quam domum nunc habito, Divis Tutelaribus
Patriae SS. Ruperto & Virgilio coepi.
Vix ad tecta venio & ad fundamentum redire
Compellor.
Mors imperat.
Quid mirum?
Patroni Patriae in nova aede exspe
ctabant Sedis Apostolicae Legatum.

Nunc abi & disce mori.



Marcus Sitticus hat den Dombau in Salzburg begonnen, wurde aber mitten in der Bautätigkeit vom Tod ereilt. Sein Onkel war der heilig gesprochene Carl Borromäus.

Im Jahr 1957 besucht Giovanni Guareschi (Don Camillo und Peppone) Hellbrunn und Salzburg. Er ist von Marcus Sitticus fasziniert:

Fu l’Arcivescovo Marcus Sitticus a commissionare quel po’ po’ di roba a Santino Solari e fu lo stesso Marcus Sitticus che, nel 1617, fatta trasformare genialmente a teatro una grande grotta naturale esistente nel colle di Hellbrunn, volle vi fosse rappresentato (prima assoluta all’estero) l’Orfeo di Claudio Monteverdi. Questo Marcus Sitticus doveva essere un uomo in gambissima. Doveva essere un uomo dalla mente aperta, e lo si capisce dall’epitaffio che leggiamo sul suo monumento funerario che è nel Duomo a un lato dell’altar maggiore.


Dann befasst sich Guareschi mit dem Epitaph:
Val la pena di trascrivere l’epitaffio di Marcus Sitticus: «Paucis te moror, perlege viator! - In tumba brevi non licet mihi esse longum - Hoc ego, Marcus Sitticus - ex Comit. Ab Hohenembs, - Archiepiscopus et Princeps salisburgensis - ossam et pellem meam condidi. - Cor est apud Sanctum Carolum Borromeum - avunculum meum. - Quam Domum nunc habito, Divis Tutelaribus Patriae - Sanctis Ruperto et Virgilio cepi. - Vix at tecta venio et ad fundamentum redire compellor! - Mors imperat! Quid mirum? - Patroni Patriae iam nova aede exspectabant - Sedis Apostolicae Legatum. - Nunc abi et disce mori».

Traduco per Albertino: «O tu che passi, fermati e leggi: sarò breve. Non m’è dato di essere lungo, in una tomba così corta! «Io, Marcus Sitticus dei Conti Hohenembs, Arcivescovo e Principe di Salisburgo, ho messo qui dentro, al riparo, le mie ossa e la mia pelle. «Il mio cuore, invece, è vicino a mio zio, San Carlo Borromeo. «Questa Casa nella quale adesso abito l’ho ricevuta dai Beati Protettori della Patria, San Ruperto e San Virgilio. «Ero appena appena arrivato al tetto ed ecco che — accidentaccio! — mi tocca di tornare alle fondamenta. «Chi comanda è la Morte, ragazzo mio! «E poi: perché stupirsi? I Patroni della Patria non aspettavano forse, nella nuova Casa, il Legato della Sede Apostolica? «Adesso vattene per i fatti tuoi e impara a morire». Albertino mi guarda poco convinto: — C’è scritto proprio anche «accidentaccio» e «ragazzo mio»? — s’informa. — No — ammetto onestamente. — Queste sono due interpolazioni mie, ma trovo che stanno bene. Lo rendono un morto ancora più simpatico.

Guareschi, Giovannino. Ritorno alla base
https://books.google.de/books?id=60rEDz ... 3A&f=false



Es lohnt sich, die Grabinschrift von Marcus Sitticus zu transkribieren:
"Paucis te moror, perlege viator! - In tumba brevi non licet mihi esse longum - Hoc ego, Marcus Sitticus - ex Comit. Ab Hohenembs, - Archiepiscopus et Princeps salisburgensis - ossam [sic!]et pellem meam condidi. - Cor est apud Sanctum Carolum Borromeum - avunculum meum. - Quam Domum nunc habito, Divis Tutelaribus Patriae - Sanctis Ruperto et Virgilio cepi [sic!)] - Vix at tecta venio et ad fundamentum redire compellor! - Mors imperat! Quid mirum? - Patroni Patriae iam nova aede exspectabant - Sedis Apostolicae Legatum. - Nunc abi et disce mori".

Ich übersetze für Albertino: "O ihr, die ihr vorbeikommt, haltet inne und lest: Ich werde mich kurz fassen. Es ist mir nicht gegeben, lang zu sein, in einem so kurzen Grab! "Ich, Marcus Sitticus von den Grafen Hohenembs, Erzbischof und Fürst von Salzburg, habe meine Knochen und meine Haut hier hineingelegt. "Mein Herz hängt jedoch an meinem Onkel, dem Heiligen Karl Borromäus. "Dieses Haus, in dem ich jetzt wohne, habe ich von den seligen Beschützern des Vaterlandes, dem heiligen Rupert und dem heiligen Virgil, erhalten. "Ich hatte gerade erst das Dach erreicht, und siehe da - verflixt! - Ich muss zu den Grundlagen zurückkehren. "Der Tod hat das Sagen, mein Junge! "Und dann: Warum überrascht sein? Erwarteten nicht die Schutzherren des Vaterlandes den Legaten des Apostolischen Stuhls im neuen Haus? "Geh jetzt und kümmere dich um deinen eigenen Kram und lerne zu sterben.

Albertino sah mich ungläubig an: - Steht da wirklich "verdammt" und "mein Junge"? - erkundigt er sich. - Nein", gebe ich ehrlich zu. - Das sind zwei Interpolationen von mir, aber ich denke, sie sehen gut aus. Sie machen ihn zu einem noch sympathischeren toten Mann.

******

Das „ossam“ ist ein klarer Lese- und Grammatikfehler, das „cepi“ auch, verstärkt davon, dass Guareschi wohl nicht die Bautätigkeit bedachte. Die witzige Eleganz der Inschrift ist wohl und gut erfasst.


(3) Johannes Vermeer und Amor


Johannes Vermeers Bild "Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster" wurde meistens als Beispiel für die Intensität von Kontemplation gesehen und interpretiert. Eine Art Weltabgewandtheit in der Hingabe an Schriftliches, vielleicht Privates, vielleicht Nichtprivates.
Die Briefleserin am Fenster, der Vorhang vor einer leeren Wand, das Bildungsbürgertum fand sich hier wieder.

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Restaurationsarbeiten haben nun ein lange bekanntes Motiv, das im Röntgenbild erfasst wurde, unter den Farbschichten freigelegt, Vermeer hatte es nicht übermalt. Die keusche Versenkung in das Schreiben ist nun umzudeuten.

Der Vorhang hat ein neues Bühnenbild eröffnet.
Auftritt Amor. Mit dem Bogen Am Boden eine Maske.
Ein Epitaph auf das alte Bild?

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Re: De Marci Sittici archiepiscopi hilaritate et ioculando.

Beitragvon medicus » So 12. Sep 2021, 14:24

Willimox scripsit / hat geschrieben:
...Mihi deest tempus novum aenigma ponendi.

Da wäre doch ein treffliches Rätsel über den versteckten Cupidus zu schmieden gewesen. :roll:
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Re: De Marci Sittici archiepiscopi hilaritate et ioculando.

Beitragvon Willimox » So 12. Sep 2021, 15:15

Nunc, care medice, tui fortasse est, aenigma novum ponere.

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