Deutschlandweiter Bildungsstreik im Verlauf der Woche ...

Fragen zur Ausbildung rund um die alten Sprachen, ihrer Geschichte und ihrer Archäologie

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Deutschlandweiter Bildungsstreik im Verlauf der Woche ...

Beitragvon chefren » Mo 15. Jun 2009, 13:02

  • Demonstrationen
  • Vorlesungsboykott
  • Universitätsbesetzungen
  • Protest gegen Studiengebuehren
  • Umstellung der Studiengänge auf Bachelor und Master
  • verkürzte Oberstufe beim achtjährigen Gymnasium.
  • etc

Was denkt ihr darueber? Ist der Streik in Euren Augen gerechtfergigt? Was wird an eurer Schule / Uni diesbezueglich gemacht? Nehmt ihr selbst an Aktionen dazu teil oder genießt ihr einfach den Verlauf der Woche weil mitunter das ein oder andere ausfaellt?
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Re: Deutschlandweiter Bildungsstreik im Verlauf der Woche ...

Beitragvon RM » Mo 15. Jun 2009, 20:12

Bildungsstreik ist meiner Meinung nach völliger Blödsinn. Was soll das bringen? Man sollte eher mehr und bessere Bildung einfordern und z.B. durchsetzen, daß mehr Steuergeld in Bildung investiert wird und z.B. Studenten besser betreut werden, d.h. z.B. daß sich die Professoren mindestens 40h pro Woche um ihre Studenten kümmern - versucht das mal zu erreichen, ich bin gespannt.
Das achtjährige Gymnasium ist eine nette Idee, bringt aber außer Einsparungen beim Personal auch nicht viel. Klar, man hätte auch unseren damaliges Schulstoff bei geeigneter Betreuung locker in acht, ja sogar in sieben oder wahrscheinlich in sechs Jahren durchgebracht, aber was sollen wir mit sechzehnjährigen AbiturientInnen anstellen? Etwa 250km entfernt zur Uni schicken und in einer WG wohnen lassen? Ich bin eher dafür, in Anbetracht der Tatsache, daß man heute eigentlich mehr und nicht weniger lernen sollte, die Schüler mit fünf Jahren in die Schule zu schicken und die Schulzeit um ein Jahr zu verlängern. Ich bin gespannt, wie lange es dauert, daß sich diese Idee durchsetzt.

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Re: Deutschlandweiter Bildungsstreik im Verlauf der Woche ...

Beitragvon chefren » Mo 15. Jun 2009, 20:38

Kann ich dir im grossen und ganzen nur zustimmen.

Doch gerad der Bachelor fuehrt ja zur "automatisierung" das die Dozenten weniger Zeit mit den Studenten verbringen anstatt mehr, wie es eigendlich der Fall sein sollte. Ein grossteil ist eigenstaendige Arbeit von zu Hause aus, ohne direkten Kontakt mit dem Dozenten. Durch das nette Leistungspunkte oder Creditsystem soll man ja so und so viel Zeit mit nacharbeiten und vorarbeiten verbringen was eben fest in der Studienordnung verankert ist

Ich hab den ein oder anderen Dozenten, der wirklich 40h und mehr in der Uni verbringt, u.a. aufgrund von Einsparungen und Wegfall anderer Lehrkraefte und Stellen, und der hat in den meisten Faellen ein offenes Ohr, so viel Stress er noch um die Ohren haben mag ... doch dass ist weisslich die Ausnahme. Mit andereren kannst du ueber Email kommunizieren, andere Dozenten reagieren nicht mal mehr auf Emails weil sie zu viel um die Ohren haben. Die darfst du dann waerhend der einstuendigen Sprechstunde mit deinen Problemen belasten. Und ich denke so aehnlich wird das ganze auch an anderen Unis sein.

Auch die Verkuerzung der Schulzeit mag weisslich seine Vorteile haben, aber fuer die grosse Masse in meinen Augen auch einige Nachteile mit sich bringen. Man sieht es doch eigentlich schon heute. Wenn jemand nach der 9. Klasse abgeht und eine Ausbildung versucht anzufangen, mit 14. / 15., ist es verdammt schwer einen Platz zu kriegen. Oder ich zB. war selbst mit 16. noch zu jung, fuer das was ich mir vorgestellt hatte weil ich zB keinen Fuehrerschein hatte. Und die Situation wird ja nicht besser sondern eher schlimmer. Es faengt ja eben schon in der Grundschulde an. Die zeitliche Spanne der "Kann" Kinder, die schon mit 5 anstatt erst mit 6 Jahren eingeschult werden koennen wird doch auch immer groesser.

Ich bezweifel das die Aktionen sehr viel aendern werden. Trotzallem werd ich mich auch an der ein oder anderen Beteiligen.
Sehr "aergerlich" in dem Sinne natuerlich wenn es einen Plan fuer Veranstaltungen gibt der eingehalten werden muss, und nun entsprechend Ausweichtermine vergeben werden muessen, nur weil eben das ein oder andere ausfaellt. Zumal sind ja die meisten Dozenten selbst auf unserer Seite, nur koennen sie entsprechend auch nichts tun. Ihnen sind die Haende gebunden und sie muessen das beste aus der Situation machen und zumindest bei uns im Studiengang wird versucht so viel nur geht zu machen, damit wir Studenten es so ertraeglich wie moeglich haben. Mag eventuell die Ausnahme sein.

Einiges natuerlich haengt auch sehr von der einzelnen Uni ab. Falsche Raumplanung (300 Leute in einem Hoersaal mit nur 100 Plaetzen; oder 30 im Audimax ...) war auch bei uns bisher gang und gebe, zumal einzelne Institute fest vergebene Hoersaele hatten. Und da Vorlesungen generell offen fuer alle sind, war der Ueberlauf vorprogrammiert. .... Dem wird seit diesem Semester durch elektronische Anmeldung auch zu Vorlesungen entgegengewirkt, so dass erst nach Abschluss ein Hoersaal vergeben wird, der dann gross genug ist.
Doch ist es mit einem der groesse entsprechenden Raum nicht getan. Warum wohl sind Vorlesungen ueberlaufen? Weil zB x Leute diese brauchen und ansonsten nichts in der Richtung angeboten wird. In einigen meiner Faecher wird jedes Jahr, sprich alle 2 Semester, 1 Vorlesung angeboten .... Das wiederum auf fehlende Lehrkraefte zurueckzufuehren. Doppeltbelastung anderer Mitarbeiter, entsprechend weniger Zeit fuer Studenten, sehr viel mit organisatorischen Belangen beschaeftigt (wenn ich bedenke das es bei meinen Studium gerad 5 verschiedene Ordnungen gibt durch die jeder durchblicken sollte, aber es keiner so recht tut) .... Auch das ist denk ich Alltag in anderen Unis und der Bachelor und Master machen das keineswegs einfacher.

Trotzallem wird man diesen so schneller er auch gekommen sein mag mit Sicherheit nicht wieder abschaffen; und da kann man noch so viel protestieren ... Man will ja mit dem Rest der Welt mithalten; nur haben einige scheinbar die Realitaet vor Augen verloren und merken nicht das der jetzige Weg der Falsche ist ...
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Re: Deutschlandweiter Bildungsstreik im Verlauf der Woche ...

Beitragvon Pyrrha » Mo 15. Jun 2009, 21:16

Der Bachelor, wenn er überlegt und in Ruhe eingefüht worden ist, kann auch sehr gut funktionieren. Der Fachbereich meines Vaters hat ihn schon vor etwa zehn Jahren eingeführt, ohne Zeitdruck, und da läuft er prima, von Anfang an. Das Problem ist, dass viele Fachbereiche sich so lange wie möglich darum gedrückt haben, so dass dann auf Druck sei es der Landesregierung, sei es des Unipräsidiums, alles ganz schnell gehen muss, so dass nichts mehr aufeinander abgestimmt ist, die Prüfungsordnungen nicht durchdacht sind, sofern sie bei Einführung des Bachelors überhaupt existieren, und die anderen bekannten Folgen.
Ich selber darf glücklicherweise noch ein Diplom machen; für meine jüngere Schwester, die zum Wintersemester anfängt und diese Option nicht mehr hat, ist der Zeitpunkt der Bachelor-Einführung ein Ausschlusskriterium, sie will es auf jeden Fall vermeiden, im ersten Jahrgang zu sein.
Ich glaube, in fünf oder zehn Jahren lässt sich der Bachelor wunderbar studieren, und es wird auch einen nennenswerten Markt für Bachelor-Absolventen geben. Die Generation, die in der Zwischenzeit studieren muss/will, hat, auf gut Deutsch, die Arschkarte gezogen.
Tief ist der Brunnen der Vergangenheit. Sollte man ihn nicht unergründlich nennen?
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Re: Deutschlandweiter Bildungsstreik im Verlauf der Woche ...

Beitragvon chefren » Mo 15. Jun 2009, 21:23

Das Stimmt wohl.

Aber diese Uebergangszeit ist verdammt lang gezogen. Den BA den ich gerad studiere gibt es auch schon seit 6 Jahre, aber die Studienordnung / Pruefungsordnung wurde zu diesem Semester revidiert und erneuert. Allein das bringt ein unheilbares Chaos mit sich. Streit um Credits, um Dinge die wir ploetzlich nicht mehr belegen duerfen obwohl wir es eigentlich laut Ordnung doch duerfen etc pp. Es entsteht ein riesigier Verwaltungsaufwand und am Ende weiss niemand mehr so recht was eigentlich Sache ist. Dadurch das eben Magister, Master, BA "alt", BA "neu", BA Restaurierung, BA Beifach, BA Kernfach, etc pp. Alle anderen Pruefungsordnungen haben und doch im Grunde alles in einen Topf geworfen wird.

Nunja, das dort Chaos vorprogrammiert ist ist klar, dabei lief es all die Jahre zuvor wirklich prima. Trotzallem muss man sich nun damit abfinden und das beste draus machen und hoffen das die Uebergangszeit bald vorbei ist, diese wird jedoch noch mindestens 5 Jahre laufen. Bis 2015 soll der letzte Magister in meinem Studiengang fertig sein ...

Einen richtigen Magister in der Art und Weise meines BA's gab es eben leider nicht. Ansonsten haette ich mein 2. Studium liebend gern auch mit dem Magister beendet und nicht mit einem B.A. bzw. folgendem M.A.
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Re: Deutschlandweiter Bildungsstreik im Verlauf der Woche ...

Beitragvon Noctua » Di 16. Jun 2009, 10:27

RM hat geschrieben:Bildungsstreik ist meiner Meinung nach völliger Blödsinn. Was soll das bringen? Man sollte eher mehr und bessere Bildung einfordern und z.B. durchsetzen, daß mehr Steuergeld in Bildung investiert wird und z.B. Studenten besser betreut werden, d.h. z.B. daß sich die Professoren mindestens 40h pro Woche um ihre Studenten kümmern - versucht das mal zu erreichen, ich bin gespannt.
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Die Frage ist wie man so etwas durchsetzen kann. Streiks, die bringen nicht viel. Bei uns hatte sich die Unisituation dadurch nicht verändert. Verändert hat bei uns viel der Wechsel der Institutsleitung. Wir hatten dadurch plötzlich jemanden, der bereit war sich für die Studenten einzusetzen, das Kursangebot wurde erweitert. Auch kann man diese Professorin in einer Prüfungssituation jederzeit kontaktieren, auch privat. Vielleicht eine Ausnahme. Aber es zeigt auch, dass viel erreicht werden kann, wenn Dozenten mitmachen.

Und wenn ich mich recht erinnere, dann werden die Kinder in Berlin bereits mit 5 eingeschult. Das hat aber auch Nachteile. Manche Kinder sind noch recht klein, und die sollen dann einen so großen Schulranzen tragen, Rückenschmerzen und Haltungsschäden vorprogrammiert. Auch da sollten Überlegungen angestellt werden, wie man das besser lösen könnte.

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Re: Deutschlandweiter Bildungsstreik im Verlauf der Woche ...

Beitragvon chefren » Di 16. Jun 2009, 12:59

Das Problem ist nur das wenn sich Dozenten zu weit aus dem Fenster lehnen, sie alsbald ihren Job los sind (sofern es die oberen Instanzen nicht verstehen).

Aber einen Deutschlandweiter Boykott von Dozenten, haette mit Sicherheit was. Man kann es natuerlich auch anders machen, wie einer meiner Dozenten, der mit Einfuehrung des Bachelors in der Theologie seine Proffessur hat zurueckgegeben und aus Protest eben gegen die Abschaffung von Magister und Staatsexamen und Einfuehrung des BA / MA aufgehoert hat. :D
Das Thema ging durch die Medien, an der Uni hat man sich das Maul zerrissen, aber letztendlich irgendwas gebracht hat es nicht. Ein neuer Proff. wurde eingestellt und es wurde so weiter gemacht, wie vorgesehen. Nun gut. der Schritt mag eventuell uebertrieben gewesen sein. Aber andererseits muss man sich ueberlegen was fuer Zustaende wohl geherrscht haben das dem ueberhaupt soweit gekommen ist.

Ich denke auch das ein deutschlandweiter Streik fuer alles und nichts nur wenig bringen wird. Man sollte eben die Probleme an den Wurzeln packen, an jeder Uni gibt es andere Probleme die bevorzugt in Angriff genommen werden sollten, da bringt eine Verallgemeinerung im Kampf fuer bessere Bedingungen im vgl. zum Rest der Welt eher wenig.

:grouphug:
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Re: Deutschlandweiter Bildungsstreik im Verlauf der Woche ...

Beitragvon Noctua » Di 16. Jun 2009, 15:14

chefren hat geschrieben:Das Problem ist nur das wenn sich Dozenten zu weit aus dem Fenster lehnen, sie alsbald ihren Job los sind (sofern es die oberen Instanzen nicht verstehen).


Ja und Nein, es gibt durchaus noch verbeamtete Dozenten, die man nicht so leicht loswerden kann. Das hat aber auch das Problem zur Folge, dass ein Dozent, der besser gehen sollte, nicht gekündigt werden kann. Auch damit muss sich dann die Institutsleitung herumschlagen. Eine Beschwerde beim Dekan bringt dann rein gar nichts. Umgekehrt ist so natürlich auch schwierig unbeqemes Personal zu kündigen. Ich denke, wichtig sind Motivation und Zusammenhalt des Kollegiums.

In Frankreich regelt man Probleme über Generalsstreik. Wenn Dozenten, Schulen und auch die Kindergärten (denn auch sie sollen den Kindern ja was vermitteln) insgesamt streiken würden, und alle Konzerne, die mit Bildung zu tun haben, denkbar wären Schulbuchverlage etc., sich beteiligen würden, würde das der Regierung vielleicht mal Druck machen. Aber wenn nur die Studenten streiken, hat das keine wirkliche Auswirkung, außer das mal wieder ein Artikel auf das altbekannte Problem aufmerksam macht.

Die Problem ist, unser Land ist politikmüde und die meisten, die sich für Bildung einsetzen, machen es nur so lange es ihren eigen Interessen dienlich ist. Die Folge ist fehlende Gerechtigkeit bei Schulauswahl und Ausbildung, das Vorantreiben eines Zweiklassensystems, das wir ohnhin schon lange haben. Viele Studenten murren über überfüllte Räume etc., aber sie setzen sich nicht für ihre Rechte ein. Entfernt ein Dozent wiederrechtlich Studenten aus den Kursen (weil er vielleicht hilflos ist, Gemeinheit will ich mal nicht unterstellen, und weiß, das in diesem Rahmen kein Abhalten eines Seminars möglich ist), wird das mit Murren hingenommen, niemand klagt sein Recht ein, die wenigstens legen Beschwerde ein.

Die Frage ist, wie ermutigt man die Menschen ihre Recht auf Bildung einzufordern? Und was sind die Mittel dazu, die eine Konsequenz haben?
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Re: Deutschlandweiter Bildungsstreik im Verlauf der Woche ...

Beitragvon RM » Di 16. Jun 2009, 20:39

Am besten funktioniert in Deutschland z.Zt. der Protest über den Stimmzettel bei der Landtagswahl (siehe Bayern). Ich verstehe aber noch nicht ganz, wohin bzw. wogegen sich der Protest richtet. Mir scheinen zu viele Themen auf der Protesttagesordnung zu stehen. Wenn man davon ausgeht, daß jedes einzelne eine Eigendynamik entwickelt, läuft das bald völlig auseinander, ohne daß die Politik darauf reagieren muss. Ich sehe auch keine Partei, denen eine fundamental bessere Ausbildung wirklich am Herzen liegt.
Ein Hauptproblem ist, daß Bildungspolitik in Deutschland Länderpolitik ist, daß man Forderungen also in jedem einzelnen Bundesland durchsetzen muss. Wenn man bessere Studienbedingungen durchsetzen will, geht es politisch gesehen fast nur um Geld für mehr Personal. Man kann Studenten auch mit Exzellenz und Forschungsgeldern fördern, wenn sich in Deutschland endlich die Idee durchsetzen würde, Studenten frühzeitig in Forschungsprojekte einzubeziehen. Ich persönlich halte die fast überall praktizierte Trennung von Lehre und Forschung für ziemlichen Unsinn. Um gut zu werden, braucht eine Uni ungefähr ein Betreuungsverhältnis wie es an den Unis der Ivy League zu finden ist. Das ist also wieder eine Geldfrage. Bei Bachelor und Master bin ich der Meinung, daß der Bachelor nicht viel wert ist - damit alleine kann man nichts anfangen und die Wirtschaft dürfte sich am allerwenigsten über eine solche Qualifikation freuen. Studiengebühren sind nett, müssen aber meist von den Eltern finanziert werden, was ich strikt ablehne - ein über Steuern finanziertes System ist mir viel lieber, dann müssen das nämlich alle zusammen bezahlen.

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