Altgriechisch selber beibringen (Selbststudium)

Fragen zur Ausbildung rund um die alten Sprachen, ihrer Geschichte und ihrer Archäologie

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Altgriechisch selber beibringen (Selbststudium)

Beitragvon Latinus » Sa 21. Mai 2011, 20:00

Hallo, ich bin sehr lateininteressiert :D und möchte jetzt gerne auch Altgriechisch lernen. Aber leider wird das an unserer Schule nicht angeboten...

Ist Altgriechisch schwerer als Latein, bzw. ist es möglich Altgriechisch autodidaktisch zu erlernen (für einen Schüler :roll: ) ( ich stelle mir die Akzente sehr schwer vor?)

Sind die Bücher Kantharos + Grammateion zu empfehlen?


Danke schon im Vorraus

Mit freundlichen Grüßen,
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Re: Altriechisch selber beibringen (Selbststudium)

Beitragvon Longipes » Sa 21. Mai 2011, 21:11

Salve,

ich habe vor einigen Jahren das Graecum gemacht, aber viel wieder verschwitzt, und bin gerade dabei, das alles mal wieder aufzufrischen. Mache dazu folgenden Onlinekurs:
http://www.gottwein.de/grueb/gr000.php

Damit bin ich selbst sehr zufrieden, allerdings müsstest du selbst ausloten, ob das was für dich ist. Aber für's erste Reinschnuppern ist es sicher nicht schlecht, bevor du dir teure Bücher anschaffst.
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Re: Altriechisch selber beibringen (Selbststudium)

Beitragvon philistion » Mo 23. Mai 2011, 23:43

Nach einigen Erfahrungen mit dem Gottwein-Kurs, würde ich abschließend doch eher empfehlen, es nicht damit zu probieren. Auf Dauer fällt es schwer, die Motivation zu halten, da er nicht gerade spannend entworfen ist. Mehr als die ersten 10 Lektionen hält kaum einer durch.

Meine Empfehlung: Ein Schulbuch wie das Hellas Lehrbuch :)
(Siehe unser Übersetzungsprojekt, welches allerdings momentan pausiert)

Hellas ist nach Einschätzung vieler, recht gut zum Selbststudium geeignet. Auf alle Fälle besser als das Kantharos & Grammateion.
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Re: Altriechisch selber beibringen (Selbststudium)

Beitragvon Longipes » Di 24. Mai 2011, 16:37

Dass der Gottwein-Kurs sich offensichtlich an Leute richtet, die schon Latein können und auch Stilübungen machen wollen, ist er für mich momentan genau der richtige. Aber du hast natürlich Recht damit, dass er jetzt nicht wahnsinnig interessant aufgebaut ist - halt ein klassisches Lehrbuch der alten Art. Wer überdies wenig Kenntnis der griechischen Kultur und Geschichte hat, ist vermutlich auch nicht besonders gut damit bedient.

Ich bin jetzt bei Lektion 11, damit gehöre ich wohl nicht mehr zur Risikogruppe :D
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Re: Altriechisch selber beibringen (Selbststudium)

Beitragvon CP » Mi 25. Mai 2011, 20:18

Hi,

Griechischer Lehrgang von Günther Zuntz. Damit frischte ich mein arg verschüttet gegangenes Graecum wieder auf. Der Lehrgang hat den Vorteil, gleich von Beginn an mit originalem Griechisch zu arbeiten.

Ob der Lehrgang freilich für den neu beginnenden Autodidakten geeignet ist, vermag ich nicht zu sagen. Dagegen spricht beispielsweise, daß es keinen Lösungsschlüssel gibt. Die Texte sind von Anfang an recht anspruchsvoll.

Das Werk ist leider nur noch antiquarisch - und dann immer noch recht teuer - zu erhalten.

Ciao!
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Re: Altriechisch selber beibringen (Selbststudium)

Beitragvon novuscolonus » Mi 25. Mai 2011, 23:40

Sonst gibt es noch das Lehrwerk Athenaze.
Ich habe es persönlich nicht gesehen, ich weiß aber, dass Athenaze nach der gleichen Methode aufgebaut ist wie Lingua Latina per se illustrata, d.h., ein einsprachiges Buch mit einer zusammenhängenden Geschichte, mit vielen Bildern. Man braucht keine sprachliche Voraussetzungen.

Lingua Latina per se illustrata finde ich für das Selbststudium sehr geeignet; Per Analogie sollte es bei Athenaze nicht anders sein.
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Re: Altriechisch selber beibringen (Selbststudium)

Beitragvon Latinus » Sa 28. Mai 2011, 15:11

Χαιρετε, ω φίλοι!

Ich habe mir nun das Kairos zugelegt, da es nicht so schwer wie Hellas sein soll, moderner - bunter ist und ( so wie es bis jetzt aussieht) zum Selbstlernen geeignet ist.

Muss man eigentlich die ganzen Akzente zu einem Wort wissen, oder reicht es, wenn man weiß, was sie bedeuten? Das Buch meint nämlich, wenn man keine Texte schreiben will, braucht man die Akzente nicht wissen, jedoch sollte man das System verstehen.

Mit freundlichen Grüßen,
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Re: Altriechisch selber beibringen (Selbststudium)

Beitragvon novuscolonus » Sa 28. Mai 2011, 15:24

Das System versteht man aber erst, wenn man die sämtlichen Akzente schon kennt - so meiner Erfahrung nach. Außerdem finde ich für den Lernenden sehr motivierend, eigenhändig etwas schreiben bzw. sagen zu können.

Daher würde ich empfehlen, Akzente schon vom Anfang an zu lernen. Eine gute Methode ist, die gelesenen und verstandenen Texte abzuschreiben. Das kann zeitaufwendig sein, es lohnt sich aber, und nicht nur um die Rechtschreibung besser zu beherrschen.
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Re: Altriechisch selber beibringen (Selbststudium)

Beitragvon philistion » Sa 28. Mai 2011, 19:40

Hier im Forum verwenden wir zusammen das Hellas, das hätte dir insofern geholfen, dass wir schon einiges übersetzt und korrigiert haben. Somit wäre es auch sehr gut für Autodidakten geeignet.
Aber du kannst es natürlich auch mit dem Kairos machen, klappt wohl ebenso gut, nur dass es dann mit Lösungen nicht so gut aussieht. (Außer es gibt ein "Lehrerheft" vom Verlag)

Da das Kairos auch ein aktuelles Werk ist wird dort die Urheberrechtsfrage strenger gehandhabt: http://www.xn--l-stck-lsungen-2pb5g.de/ ... ch=kairos1

Ich wollte das mit den Akzenten am Anfang auch ausblenden, es holt einen dann aber sehr schnell ein. Also besser gleich damit anfangen ;)
(^ Wobei ich jetzt das passive Verstehen der Akzente bei Wortstämmen meine und nicht den aktiven Gebrauch beim Schreiben von griechischen Texten, was ja nicht gerade eine Anfänger-Tätigkeit ist.)
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Re: Altriechisch selber beibringen (Selbststudium)

Beitragvon Logi » Sa 28. Mai 2011, 22:09

Was ist eigentlich "Altriechisch"? Riecht das noch gut? :D

Scherz beiseite, also was mich interessieren würde ist, wo und wie man eigentlich die kyrillische Schrift lernt, um mit den Kursen überhaupt arbeiten zu können.
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Re: Altriechisch selber beibringen (Selbststudium)

Beitragvon Latinus » Sa 28. Mai 2011, 22:17

Ja, riecht ein bisschen alt, sonst eigentlich ganz gut :D .

Also ich glaube, dass es sich um die altgriechische, nicht um die kyrillische Schrift handelt. Die kyrillische Schrift ist, glaube ich, aus der altgriechischen Schrift entstanden. Im Kairos werden ein paar Buchstaben erklärt, dann gibt es Aufgaben, die mit Tipps zur Herleitung der restlichen Buchstaben beitragen.

Mit freundlichen Grüßen,
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Re: Altriechisch selber beibringen (Selbststudium)

Beitragvon Logi » Do 14. Jul 2011, 12:24

Ich überlege mir grade, mir dieses Hellasbuch zuzulegen. Jetzt mal so ein paar Fragen:

1. Bekommt man in dem Buch das Schriftbild vermittelt?
2. Wie sieht es mit Grammatik und Vokabeln aus?
3. Es sollen viele Informationen über die Antike drin stehen. Stimmt das so?

Ist halt so, dass der Lehrgang mit 30 € schon einen stolzen Preis hat, deshalb will ich mal lieber nachfragen.

Ach ja, meine Fremdsprachenkenntnisse:
Englisch: B2-C1
Französisch: A2-B1
Latein: 1 Selbstlernkurs durchgearbeitet, den zweiten fast durch. Also wie es mit Latinum aussieht weiß ich nicht, aber die Prüfung für Lateinkenntnisse dürfte ich meines Erachtens schaffen.

Natürlich weiß ich, dass man an dem Hellas einige Zeit sitzt(10 Monate Minimum), weshalb ich das ganze auch über einen längeren Zeitraum angehen würde (3-5 Jahre).

Danke schonmal für die Antworten
Logi
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Re: Altriechisch selber beibringen (Selbststudium)

Beitragvon Medicus domesticus » Do 14. Jul 2011, 16:30

Hallo Logi,
Ich kenne Hellas gut, da ich selbst damit gearbeitet habe, auch im Rahmen unseres Hellasprojekts im Forum hier. Da hast du auch den Vorteil der Überprüfung schon eines Großteils deiner Texte (siehe Sammelthread).
Hellas ist ein gutes Lehrbuch, umfangreich mit 150 Lektionen, aber du hast ja keinen Zeitdruck.
In den V-Lektionen ganz am Anfang wirst du auch in die Griechische Schrift eingeführt.
Die Begleitgrammatik ist sehr gut, sie passt zum Lehrbuch, ist aber auch unabhängig davon gut übersichtlich. Man kann sie auch gut als Nachschlagewerk benutzen.
Hellas hat den Vorteil, dass es sehr viele Übungstexte hat und begleitende grammatische Fragen, Geschichtsinfos, Zusatztexte (V und E-Texte).
Wenn du Griechisch intensiv lernen willst, bist du mit Hellas gut beraten. Ich bin/war mit diesem Lehrwerk sehr zufrieden.
Philistion hat ja das Hellasprojekt initiiert, das momentan pausiert. Er kann dir sicher auch seine Erfahrung damit mitteilen.
Gruß, Medicus
:)
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Re: Altriechisch selber beibringen (Selbststudium)

Beitragvon Logi » Do 14. Jul 2011, 18:45

Hey, danke für die Antwort, das hilft mir doch mal gleich weiter.

Also ich habe jetzt schon immerhin die Großbuchstaben gelernt und mache mich nun über die Kleinbuchstaben her. Zeitdruck besteht tatsächlich nicht. Na, ich schau dann mal mit Hellas.
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Re: Altriechisch selber beibringen (Selbststudium)

Beitragvon quamquam » Mo 18. Jul 2011, 09:25

Athenaze ist zweisprachig und nicht einsprachig und ist nur auf Englisch oder Italienisch zu erhalten. Es ist lediglich nach dem Örberg'schen Prinzip aufgebaut, aber keineswegs genau gleich.

Für die Schrift. Ich kenne eigentlich bislang kein Buch, dass nicht vorher einführt, aber es gibt ein Buch, das heißt "Einführung in die griechische Schrift" und erklärt sehr genau wie die Schrift funktioniert und übt den Umgang damit sehr gezielt.

Als Autodidakt würde ich doch zum Hellas zurückgreifen, denn irgendwann braucht ihr halt einfach eine Korrektur und warum dann nicht das nehmen was da ist?
quamquam
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