Lateinstudium

Fragen zur Ausbildung rund um die alten Sprachen, ihrer Geschichte und ihrer Archäologie

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Beitragvon Newton » Fr 11. Jul 2003, 15:54

@ merkur: du bist amerikaner?? isn scherz oder?
und erklaerst du mal bitte fuer mich als nicht-bayer was zentralabitur is???
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Beitragvon Rebekka » Fr 11. Jul 2003, 16:23

@Merkur:
Klar gibt es Unterschiede was die Abituranforderungen der einzelnen Bundesländer betrifft, aber das Abi in BW hat ebenfalls den Ruf recht schwierig zu sein (ohne mich jetzt loben zu wollen). Zentralabitur (Die Aufgaben werden von irgendwelchen Kurslehrern erarbeitet, an´s Oberschulamt geschickt und dort ausgewählt, jede Schule erhält dann die [zentral] ausgewählten Abiaufgaben,d.h. die eigenen Lehrer können die Schüler nicht konkret auf´s Abi vorbereiten, da sie selbst nicht genau wissen, was gefragt wird. Wenn man Pech hat, wird dann nach Sachen gefragt, die man nur oberflächlich oder gar nicht behandelt hat. In Hessen z.B. werden die Aufgaben direkt von den eigenen Lehrern erstellt, wodurch praktisch gesichert ist, dass nur gefragt wird, was besprochen wurde...) gibt´s bei uns in BW übrigens auch und so Schikanen wie ein 5. Prüfungsfach, insofern ist es fast vermessen, Merkur, unser Abi als "leicht" zu bezeichnen. Ich hab´schon was tun müssen, für meinen Schnitt, geschenkt bekommen nämlich auch wir BaWü´ler nichts! ;-)[/u][/quote]
Rebekka
 

Beitragvon Felix » Fr 11. Jul 2003, 16:24

Beim Zentralabitur wird an allen Schulen zum gleichen Zeitpunkt ein einheitliches Abitur geschrieben.
Lücken in der Grammatik, Probleme mit dem Übersetzen und den Hausaufgaben, schlechte Noten in Latein? Das muss nicht sein: http://www.lateinschueler.de
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Beitragvon Rebekka » Fr 11. Jul 2003, 16:31

Das mit dem Unterstreichen hat nicht so ganz funktioniert, sorry!
Eine ganz blöde Frage hätte ich da noch:
Wonach muss ich mich denn richten, wenn ich "meine" Uni aussuche?
Da ich unbedingt ausziehen will, werde ich mich also nicht zwangsläufig danach richten, welche Uni in der Nähe ist. Woher kann ich also, praktisch noch ganz grün hinter den Ohren, wissen, welche Uni die "richtige" für mich ist, bzw. "professorentechnisch" etwas taugt? Es gibt doch dann sicherlich erhebliche Qualitätsunterschiede, das Studium betreffend? Und, wenn ich mich jetzt direkt bei einzelnen Unis erkundige, wird sich doch jede in ihrem besten Licht darstellen wollen, so dass ich dadurch auch nicht wirklich differenzieren kann...Ich bin momentan richtig orientierungslos :-(
Rebekka
 

Beitragvon peregrinus2002 » Fr 11. Jul 2003, 20:21

Das Problem hat jeder Studienanfänger.

Ich habe mich für Münster entschieden, da ich nicht in meiner Heimatstadt studieren möchte, die Uni hier ohnehin auf Ingeneursstudiengänge spezialisiert ist, Münster nicht so endlos weit weg von hier ist und Münster einen recht guten Ruf genießt, was die geisteswissenschaftlich Studienfächer, insbesondere auch Philologie, angeht.

So muss man abwegen, was einem persönlich wichtig ist, da das Studentenleben ja nich nur aus Lernen besteht und zu einem guten Studium sicherlich auch das Drumherum sehr wichtig ist.

Ob diese Entscheidung allerdings richtig war und Münster wirklich die richtige Uni für mich ist, das weiß ich natürlich auch noch nicht mit Gewissheit, aber ich hoffe, dass ich dieses dann in ca. sechs Jahren mit JA beantworten kann...
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Beitragvon Newton » Fr 11. Jul 2003, 21:42

:hairy:

zentralabitur = brrrrrrr
das is doch total asozial!!! wennde dann nen lehrer erwischst der eh keinen bock hat dann hauts dich durch im abi!! solche lehrer sin so schon schlimm genug.... aber brrrrrrrr *sich weg schuettelt* sowas kombiniert mit zentralabi....

uebrigens, bei uns geht das gar nicht... weil wir ja weit weg sin, wird bei uns das abi schon verdammt frueh geschrieben... im februar und so, damit das rechtzeitig alles abgewickelt werden kann... und dazu kommt dass zum beispiel dieses jahr abipruefungen verschoben werden mussten, weil so viel schnee lag, dass der unterricht ausgefallen is... da is man dann gearscht mit zentralabi, wenns an einer schule nun mal nicht geht... hahaha, okay bei mir is ja eh alles anders, auslandsschule halt
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Beitragvon Merkur » Fr 11. Jul 2003, 22:02

@Newton:
Ich bin kein Amerikaner! Meine nur wegen der Bundesstaaten.

Bin eigentlich ein Österreicher, wohne aber in Deutschland (naja etwa 1 km von Österreich entfernt ... kann also schon hin und wieder heimatluft schnuppern :-D )
Merkur
 

Beitragvon Newton » Fr 11. Jul 2003, 23:22

@ merkur... aber nur wenn der wind aus der richtigen richtung weht :lol: :lol: :lol:
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Beitragvon Rebekka » Mi 13. Aug 2003, 11:44

Ich bin´s mal wieder:
Mir ist aufgefallen, dass sich die Studien-/Prüfungsordnungen der einzelnen Universitäten was den Anspruch/ die Anforderungen betrifft, erheblich unterscheiden. Ist es sinnvoll, sich davon in der Auswahl der Universität beenflussen zu lassen? Oder spielen diese Faktoren für den Erfolg im Studium letztlich eine eher untergeordnete Rolle?
Rebekka
 

Beitragvon peregrinus2002 » Mi 13. Aug 2003, 19:55

Das würde mich auch mal interessieren. Ich habe zum Beispiel - an der Uni Freiburg war das glaub ich - gelesen, dass man zum Beginn des Studiums sechs Jahre Latein gehabt haben muss, an vielen anderen Unis genügt das Abitur plus Latinum.

Ich finde das auch erschreckend, da ich selber zum Beispiel nur drei Jahre Laein hatte und ja nun annehmen muss, dass ich ein nicht aufzuholendes Defizit habe.
peregrinus2002
 

Beitragvon Platon » Mi 13. Aug 2003, 20:12

Ich habe zum Beispiel - an der Uni Freiburg war das glaub ich - gelesen, dass man zum Beginn des Studiums sechs Jahre Latein gehabt haben muss, an vielen anderen Unis genügt das Abitur plus Latinum.


Üblich ist, so weit ich weiß, das Latinum, an einigen Unis wird auch das Große Latinum vorausgesetzt (u.a. auch hier in Freiburg ;-), aber nur für's Hauptfach).

Die Anforderungen im Lateinstudium sind allgemein recht hoch, davon sollte man sich aber nicht abschrecken lassen. Es ist natürlich auch so, dass man, wenn man viel machen muss, auch viel dabei lernt und das ist sicherlich nicht das Schlechteste...
Platon
 

Beitragvon Rebekka » So 17. Aug 2003, 20:32

Ich hatte jetzt sieben Jahre Latein, in 12 und 13 Latein als Lk, da dürfte doch der Abstand zu denen, die Latein seit der 5. Klasse und somit zwei Jahre länger hatten, hoffentlich nicht allzu groß sein?
Nun, gegen ein anspruchsvolles Studium habe ich an und für sich nichts, schließlich wächst man ja auch mit den Ansprüchen, mich haben lediglich die unterschiedlichen Anforderungen der einzelnen Unis überrascht...
Rebekka
 

Beitragvon Sacerdos Viae » Mo 18. Aug 2003, 09:35

Die entscheidende Frage ist doch nicht, wie lange Du Latein in der Schule hattest, sondern wie gut Du's beherrschst. Bei einem Abi-Durchschnitt von 1,0 und zwei Jahren Latein-Lk läßt sich wohl vermuten, daß Du mehrseitige Cicero-Texte auch ohne Vokabelangaben verstehen kannst, und das dürfte fürs erste das entscheidende sein.
est igitur nimirum id quod ratione sagaci
quaerimus admixtum viris, quod inane vocamus
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Beitragvon peregrinus2002 » Mo 18. Aug 2003, 10:33

@ Rebekka

Was möchtest du denn noch außer Latein studieren??
Möchtest du auf Staatsexamen oder Magister studieren??
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Beitragvon Rebekka » Fr 29. Aug 2003, 20:52

@sacerdos :
Klar geht´s primär darum, was man kann, nicht darum, wieviele Jahre Lateinunterricht man hatte.
Andererseits scheint es mir aber unausweichlich, dass in 9 Jahren Unterricht mehr Stoff (d.h. intensivere Lektüre, sowohl qualitativ als schlichtweg auch quantitativ (multum et multa also)) behandelt werden kann als z.B. in 3 Jahren ...
Da reicht dann also Fleiß und Lernarbeit des Schülers allein nicht aus...
Wird man doch wohl, wenn weniger Zeit zur Verfügung steht, vieles nur oberflächlich "ankratzen" können, was andere gründlich durchsprechen konnten...
Und ob man derartige "unverschuldete" Defizite dann aufholen kann, halte ich meinerseits für fraglich...
Rebekka
 

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