Ideenlehre

Diskussionen zu den antiken Philosophen, ihren Ideen und ihrer Rezeption

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Ideenlehre

Beitragvon kingofqueens » Di 15. Nov 2005, 23:17

In der Schule lernen wir gerade das, ich selber bin zwar eher Materialist, aber den Idealismus erklären können muss ich auch. Wenn es z.B. ein Ideal des Hundes gibt, sind dann alle Hunderassen Erscheinungsbilder des Urhundes, oder gibt es auch ein Ideal für z.B. Dackel, eins für Terrier etc. Wie hat Platon das gemeint?
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Beitragvon Maile » Mi 28. Dez 2005, 13:41

Also wenn niemand weiß, wie Platon das meint, dann gebe ich mal meinen Senf dazu:
Ich denke, dass es sowohl das Ideal des Hundes, als auch das Ideal des Dackels gibt.
Es ist einfach ne Strukturierungssache, je nach Abstraktionsgrad.
Konnte man folgen?
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Beitragvon Falco peregrinus » Mi 28. Dez 2005, 15:30

Platon hat doch von der Idee geredet - nicht vom Ideal.
Es gibt eben zu jedem eine Idee. Der Begriff Hund ist doch wohl nur eine Abstraktion. Somit gibt es eine Idee des Dackels, des Terriers, des...
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Beitragvon Ãœcke » Fr 26. Mai 2006, 20:03

joa seh ich auch so!! Ich hab da letzten son text gelesen da war das ganz gut erklärt ( natürlich nur wenn ich das richtig verstanden hab!!) als ein handwerker eine schere erfunden hat (oder sonstiges) hat er nicht einfach darauflosgebaut, sondern er hatte erst die Idee (der Funktion) dieses Gegenstandes den er da bauen wollte. also geht der existenz die essenz oder auch die idee vorraus!!so auch dem dackel dem terrier oder dem schäferhund.....so versteh ich den kram bin allerdings schon ein bissl aus dem thema raus :P
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Beitragvon ivens » Di 30. Mai 2006, 20:14

wie ich das in erinnerung habe, sagt platon ja, demiourgos hat die Dinge am Anfang gemacht, indem er die Ideen dem Stoff aufgedrückt hat. Er hat im Hinblick auf die Ideen die Dinge abgebildet und geschaffen, gleich einem Stempelaufdruck, indem er dem Chaosstoff Materie die Siegel der Ideen aufgeprägt hat.
die dinge selbst sind dann pyramidenartig angeordnet.
dein rex ist ein dackel, dann ein hund, dann ein vierbeiner...und ganz oben stehen die fünf eigenschaften: Gleichheit / Verschiedenheit, Ruhe /Bewegung,
Sein.
und ober denen befindet sich nur noch das gute. das gute ist der ursprung aller dinge, das bedeutet also, dass alle dinge eigentlich gut sind. schlecht sind nur jene dinge, wenn sich fehler in die umsetzung einer idee schleichen :)
Es gibt so viele Möglichkeiten, einen guten Eindruck zu machen.
Warum lasse ich sie alle ungenutzt?
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Re: Ideenlehre

Beitragvon suetonius » Mi 31. Mai 2006, 17:23

kingofqueens hat geschrieben:In der Schule lernen wir gerade das, ich selber bin zwar eher Materialist, aber den Idealismus erklären können muss ich auch.


Idealismus hat nichts mit Platon zu tun...Ich denke bei dir gehts eher um den Idealismus der Literatur,

http://de.wikipedia.org/wiki/Weimarer_Klassik
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Re: Ideenlehre

Beitragvon Sencea » Mo 31. Jul 2017, 09:21

suetonius hat geschrieben:
kingofqueens hat geschrieben:In der Schule lernen wir gerade das, ich selber bin zwar eher Materialist, aber den Idealismus erklären können muss ich auch.


Idealismus hat nichts mit Platon zu tun...Ich denke bei dir gehts eher um den Idealismus der Literatur,

http://de.wikipedia.org/wiki/Weimarer_Klassik


Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass ich bei Platon mal was vom Idealismus gelesen habe.
Oder meintest du eher seine Ideenlehre? Das wäre aber etwas anderes.
"Konsequent zu sein ist die größte Obliegenheit des Philosophen."(Immanuel Kant)
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Re: Ideenlehre

Beitragvon marcus03 » Mo 31. Jul 2017, 11:06

Die Anfrage liegt 11 Jahre zurück und dürfte als abgehakt gelten. :-o
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Re: Ideenlehre

Beitragvon Zythophilus » Mo 31. Jul 2017, 15:12

Du bist eben Idealist, Marce. Oder Optimist?
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Re: Ideenlehre

Beitragvon Prudentius » Mi 2. Aug 2017, 08:13

Ihr versteht die Ideenlehre nicht richtig, für Platon ist die Idee ein metaphysischer Gegenstand, d.h. ein Meta-Gegenstand, ein Werkzeug, Gegenstände zu erkennen, aber nicht selbst ein Gegenstand. Sie ist vergleichbar dem Kleiderhaken gegenüber den Kleidern; man kann an ihm Kleider aufhängen, aber er selbst ist kein Kleid.
Es ist nicht die Frage: gibt es die Idee? was ist die Idee? Sondern: was bewirkt die Idee?
Es ist so ähnlich wie mit dem Begriff Zeit: niemand kann sagen, was Zeit ist; aber man kann Zeit messen und ihre Wirkungen beobachten :-o .
Ähnlich ist es auch mit dem Licht oder dem Elektron.
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